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Christof Rasche

21.05.2025 Sitzungen 18/94

Für die Landesregierung hat nun Ministerin Josefine Paul das Wort. Bitte sehr. Josefine Paul*), Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration: Vielen Landtag Dank. – Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Jeder technologische Fortschritt verändert unsere Gesellschaft und die Art und Weise, wie wir Dinge organisieren. Genauso verhält es sich natürlich mit Digitalisierung und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz. Diesen Veränderungen müssen wir uns in allen gesellschaftlichen Bereichen und natürlich auch in der frühkindlichen Bildung widmen. Genau in diesem Bereich können digitale Medien, KI-Tools etc. dabei helfen, Prozesse effizienter zu gestalten, vor allem aber zu Entlastung beitragen, etwa in der Organisation vor Ort, in der Elternkommunikation oder in der Weiterentwicklung und Umsetzung pädagogischer Angebote entlang der Bildungsbereiche. Das Mehr an Digitalisierung in unserer Gesellschaft bedeutet dabei gleichzeitig immer auch ein Mehr an Verantwortung für die Kitas, für die Träger und natürlich auch für die Politik. Digitale Entwicklungen müssen immer praxistauglich sein, sie müssen kindgerecht sein, und sie müssen auch immer im Sinne des Kindeswohls sein. Und selbstverständlich müssen sie dem Datenschutz genügen. Land, Kommunen und freie Träger sowie die Landesjugendämter bilden eine Verantwortungsgemeinschaft, wenn es um die Sicherstellung des Dreiklangs von Bildung, Betreuung und Erziehung in den Kindertageseinrichtungen geht. Und in dieser Verantwortungsgemeinschaft werden die finanziellen Mittel auch ganz bewusst in Form von Kindpauschalen zur eigenverantwortlichen Mittelbewilligung bereitgestellt. Die Träger können also hiervon selbstverständlich auch digitale Tools für ihre Verwaltung zur Entlastung und zur Modernisierung anschaffen. Beispiele dafür gibt es ja auch bereits zahlreich, aber natürlich liegt hier auch weiter eine große Dynamik und auch ein großes Entwicklungspotenzial. Die Träger sind unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen auch frei in der Entwicklung ihres pädagogischen Konzepts. Und dabei liegen natürlich in digitalen Tools auch Chancen für die pädagogische Arbeit. Und es geht in der Tat um die Unterstützung und um die Entlastung. Ich stimme Marcel Hafke ausdrücklich zu. Es kann natürlich nicht um Automatisierung gehen. Aber das ist in dieser Debatte so ja auch nicht vorgekommen. Es geht darum, zu fragen: Welche Unterstützung kann im pädagogischen Sinne vernünftig, im Sinne auch der Entlastung und Unterstützung pädagogischer Fachkräfte aus der Nutzung digitaler Tools und KI generiert werden? Entscheidend ist, dass jene Träger, die hier im pädagogischen Bereich vielleicht auch ein Stück weit vorangehen wollen, die innovativ sein wollen und können, dies auch umsetzen können. Genau das ermöglichen die vom Land gesetzten Rahmenbedingungen. 21.05.2025 Diese müssen wir natürlich auch gemeinsam mit allen Beteiligten an Kita weiterentwickeln. Diese müssen wir natürlich auch gemeinsam mit allen an Kita Beteiligten immer wieder auch neu justieren, damit das, was einerseits richtig ist, dass es nämlich die pädagogische Freiheit und die Organisationsfreiheit in den einzelnen Einrichtungen gibt, andererseits immer wieder auch rückgebunden werden kann an ein gemeinsames Verständnis. Natürlich setzen wir als Land insbesondere beim Thema der Sprachbildung und der Sprachentwicklung auch eigene Schwerpunkte. Besonders hervorzuheben sind hier natürlich die Sprach-Kitas und die plusKITAs, mit denen wir gezielt Einrichtungen mit vielen Kindern mit Sprachförderbedarfen fördern und landesseitig Mittel bereitstellen. Gerade in den Sprach-Kitas sind in den vergangenen Jahren zudem gute Voraussetzungen für den Einsatz auch digitaler Anwendungen geschaffen worden, beispielsweise durch einen gezielten Digitalisierungszuschuss im Rahmen des Bundesprogramms. Dabei konnten viele Einrichtungen mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden. Trotzdem – darauf ist ja auch schon berechtigterweise hingewiesen worden – sind die digitalen Voraussetzungen nicht überall gleich. Das bedeutet auch, dass, wenn beispielsweise der Bund jetzt noch mal auch ein Programm auflegen möchte, was ja eine gute Idee ist, dann die Digitalisierung auch hier eine zentrale Rolle spielen muss, weil wir natürlich überall auch dafür Sorge tragen müssen, dass überhaupt die Voraussetzungen geschaffen worden sind, um dann auch die jeweiligen Konzepte umsetzen zu können. Richtig ist – wie im Antrag auch beschrieben –: Es braucht die Hardware, es braucht die Software. Aber es braucht natürlich und auch gerade medienkompetente Fachkräfte. Hier ist natürlich viel Dynamik. Das bedeutet auch, dass es in einem sich schnell weiterentwickelnden Bereich wichtig ist, dass wir die Medienkompetenz stärken und den Umgang mit Technologien professionalisieren, sowohl was die Frage von Verwaltung angeht – und dort den Einsatz von digitalen Tools etc. – als auch die Frage, inwieweit das auch Teil pädagogischer Konzepte sein kann. Deswegen stehen im Rahmen der fachbezogenen Pauschale nach § 47 KiBiz erhebliche Mittel eben gerade für diese Fort- und Weiterbildung auch zur Verfügung, die dann natürlich auch eingesetzt werden können, um genau in diesem Bereich auch gezielt die Fachkräfte fortzubilden, um eben auch sie dann hinreichend vorzubereiten auf den Einsatz von digitalen Tools in den unterschiedlichen Bereichen in Kitas. Ja, es ist ein ganz wichtiger Bereich, über den wir hier diskutieren, weil hier durchaus auch viele Ansätze zur Unterstützung der Einrichtungen, zur Unter-Landtag stützung von Verwaltung und pädagogischen Prozessen bestehen. Richtig ist aber auch, was in der Debatte ja auch sehr differenziert von allen vorgetragen worden ist, dass es natürlich auch darum gehen muss, auf die Dinge besonders zu schauen, die eben auch beim Stichwort beispielsweise der Daten, des Datenschutzes etc. mitberücksichtigt sein müssen. Digitalisierung ist eine Realität in unserer Gesellschaft – deswegen auch in unseren Kitas. Es kann eine Unterstützung und Entlastung sein. Wir sollten diese Möglichkeiten auch nutzen, aber selbstverständlich ist es sozusagen ein Tool. Und es bleibt dabei, dass die pädagogischen Fachkräfte in unseren Kitas der entscheidende Kern für gelingende Bildungs- und Erziehungsprozesse sind. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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