Jochen Ott
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie von der AfD können hier noch so sehr das Lied singen, Sie seien Vertreter der Arbeiter, mit der AfD wird all das zerschlagen, was die Arbeiterbewegung über 160 Jahre erkämpft hat. Sie sind gegen Tarifautonomie, gegen den Mindestlohn, gegen die Unterstützung der Beschäftigten. Stellen Sie sich hier nicht als Wolf im Schafspelz hin. Das ist das Allerletzte. Nicht mit uns, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall von der SPD, der CDU und den GRÜNEN – Zuruf von Christian Loose [AfD]) Das haben die Beschäftigten nicht verdient. Noch ein Letztes. Lieber Karl-Josef Laumann, was die Frage der Industriearbeiter bzw. die Unterstützung der Industriearbeiter angeht, stimme ich ausdrücklich zu. Ich nehme Ihnen, ich nehme dir auch Landtag ab, dass du da warst. Ich war in der letzten Woche auch da. Das ist ein ernsthafter Kampf. Warum in einer so schwierigen Zeit die Wirtschaftsministerin und der Ministerpräsident nicht vor Ort waren, ist eine Frage, die ihr euch gefallen lassen müsst. (Beifall von der SPD) Es reicht nicht, einen Sozial- und Arbeitsminister mit großer Glaubwürdigkeit zu haben, der das persönlich vorantreibt, wenn man nicht den Eindruck gewinnen kann, dass die gesamte Regierung ernsthaft dahintersteht. Es hätte heute die Chance gegeben, die gesammelte Macht des Parlaments hinter den Beschäftigten von Ford zu versammeln. Das war nicht euer Ziel, und das ist sehr bedauerlich. (Beifall von der SPD)
