Frank Müller
Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Ich will zuallererst festhalten: Dies ist der demokratisch gewählte Landtag und nicht der Reichstag von 1933! (Beifall von der SPD, der CDU und den GRÜNEN) Vielleicht sind diese Otto-Wels-Momente nötig, wenn Menschen hier am Redepult stehen und ihre Ernst-Röhm-Momente feiern, sich als Führer einer neuen Sturmabteilung empfehlen möchten. (Beifall von der SPD) Landtag Sie haben gesagt – das werden wir im Protokoll nachlesen –: Wir werden nicht vergessen; wir haben ein langes Gedächtnis, und die Zeiten werden sich ändern. – Ich glaube, das muss man gar nicht übersetzen, weil das alle, die in diesem Raum sitzen, als Drohung allen demokratisch gewählten Parlamentarierinnen und Parlamentariern gegenüber verstanden haben. Insofern, Herr Reul: Herr Tritschler wird sich nicht entschuldigen, weil er das denkt. Er verachtet uns. Er verachtet die Demokratie, (Beifall von der SPD, der CDU und den GRÜNEN) wie auch die AfD uns und die Demokratie verachtet. Und wenn Sie eine Liste mit Frau Kollegin Höller anfertigen, dann nehmen Sie doch bitte gerne die gesamten Abgeordneten der SPD-Fraktion gleich mit auf. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wissen um unsere historische Verantwortung in der Vergangenheit und auch in der Zukunft. – Vielen Dank und Glück auf! (Beifall von der SPD, der CDU und den GRÜNEN)
