Thorsten Klute
Vielen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hier im Landtag pflegen wir eine gute Zusammenarbeit mit der FDP. So sollte das unter Demokratinnen und Demokraten auch sein. Gerade im Gesundheitsausschuss schätze ich die sympathische und von Sachkenntnis geprägte Zusammenarbeit sehr, liebe Kollegin Schneider. Landtag Es gibt aber Situationen, in denen es geboten ist, Unterschiede herauszustellen. Dieser Antrag der FDP ist eindeutig so eine Situation, um ordentlich Unterschiede darzustellen. Deshalb macht es dieser Antrag auch so notwendig, einmal sehr deutlich zu werden. Deutlich zu sagen, was ist, heißt: Das Krankenversicherungssystem in Deutschland ist so, wie es jetzt ist, ungerecht. Wenn Menschen mit Augenproblemen bei manchen Augenärztinnen sehr viel länger auf einen Termin warten müssen, wenn sie gesetzlich und nicht privatversichert sind, dann ist das ungerecht. Wer beim Radiologen einen Termin für ein MRT haben möchte, wird als Erstes nach der Krankenversicherung gefragt. Wer privatversichert ist, kommt – jedenfalls oft – wesentlich schneller dran als jemand, der gesetzlich versichert ist. Das ist ungerecht. Das gegenwärtige Krankenversicherungssystem in Deutschland gibt den Menschen das Gefühl, dass es Kranke erster und Kranke zweiter Klasse gibt.
