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Christof Rasche

18.12.2024 Sitzungen 18/84

Bitte schön. Karl-Josef Laumann*), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Ich erkläre mir das so, dass es erst einmal eine schöne Seite unserer Gesellschaft ist, dass die familiäre Pflege noch einen sehr hohen Stellenwert in diesem Land hat und dass die Menschen auch ganz bewusst die familiäre Pflege wollen. (Thorsten Klute [SPD]: Die finden keinen Pfle- gedienst mehr!) – Natürlich finden sie Pflegedienste. Ich will Ihnen einen zweiten Punkt sagen: Wir haben ganz bewusst vor einigen Jahren die Entscheidung getroffen, mit den Pflegegraden 1 und 2 gegenüber früheren Pflegestufen einen relativ niedrigschwelligen Einstieg in die Leistungen der Pflegeversicherung zu machen. Sie wissen auch, dass in den niedrigen Pflegegraden natürlich nicht immer eine zusätzliche professionelle Versorgung notwendig ist. Ich denke, dass man sich die Zahlen auch mal genau angucken muss: (Thorsten Klute [SPD]: Das habe ich getan!) Wo haben wir Zuwächse? In welchen Pflegegraden haben wir die Zuwächse? Man muss sich natürlich auch die Wartelisten regional angucken. Ich lege schon Wert darauf, dass der hohe Anteil häuslicher Pflege auch mit guten, ambulanten Strukturen zusammenhängt. Gucken Sie sich mal Länder wie Bayern oder Schleswig-Holstein an, wie viel Prozent der Pflegebedürftigen sie in den Pflegeheimen haben. Wir werden das Personal für immer mehr stationäre Pflege nicht besorgen können. Wir brauchen eine Strategie der Stabilisierung der häuslichen Pflege. – Schönen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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