Christof Rasche
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sport ist manchmal sehr anstrengend. Dann ist man am nächsten Tag müde und träge. Das Gleiche scheint auch auf CDU-Weihnachtsfeiern zuzutreffen. Da ist man am nächsten Tag auch etwas müde und träge, lieber Jens. Wach werden! Politik macht Spaß, zweite Lesung auch. Wir brauchen ein bisschen mehr Dynamik und ein bisschen Freude an der Arbeit. (Beifall von der FDP und Andreas Keith [AfD]) Wir sprechen jetzt über den Bereich „Sport“. Nordrhein-Westfalen ist in der Tat Sportland Nummer eins. Wir haben das in diesem Jahr bei Großveranstaltungen erlebt. Im Januar fanden die Weltmeisterschaft im Bob- und Skeletonfahren in Winterberg und die sensationelle Handball-Europameisterschaft mit Spielen auch bei uns in Düsseldorf und dem Endspiel in Köln statt. Uns alle hat die Fußball-Europameisterschaft fasziniert, genauso wie die Olympischen Spiele nebenan in Paris. Und gestern hat Leverkusen gezeigt, wer die Nummer eins im deutschen Fußball ist. Auch das ist ausgezeichnet. (Beifall von Dr. Ralf Nolten [CDU] und Thomas Schnelle [CDU]) Jens Nettekoven hat gerade auf das Sportjahr 2025 hingewiesen, in dem wieder viele Großereignisse bei uns in Nordrhein-Westfalen stattfinden werden. NRW ist im Leistungssport stark, und es ist ebenso stark im Breitensport. Beides müssen wir als Landtag Nordrhein-Westfalen unterstützen. Die Kostensteigerungen sind enorm. Das betrifft nicht nur den Bereich „Bauen“ und viele andere, sondern genauso den Sport. Trotzdem hat die Koalition bzw. die Regierung die erheblichen Kürzungen im Landtag Sporthaushalt aus dem Jahr 2023 bezogen auf das Jahr 2024 nicht zurückgenommen. Die finanziellen Spielräume sind eingeengt. Auf drei Bereiche ist die Koalition allerdings überhaupt nicht eingegangen, und deshalb haben wir diese drei Bereiche in unseren Anträgen thematisiert. Erstens geht es um das Landesprogramm „Moderne Sportstätte“. Das war eine Erfolgsgeschichte der letzten Koalition von CDU und FDP. Es besteht erheblicher Sanierungsbedarf; Sportstätten müssen auch neu gebaut werden. Der Ministerpräsident selbst hat gesagt, wie wichtig Lehrschwimmbecken sind und dass nach dieser Legislatur jedes Kind, das die Grundschule verlässt, schwimmen können soll. Dafür braucht es aber Infrastruktur. Wir erleben Sportvereine, die eine Warteliste auslegen, weil sie aufgrund der nicht ausreichenden Infrastruktur keine weiteren Kinder mehr aufnehmen können. Wir brauchen also dieses Programm „Moderne Sportstätte“ dringend. Das betont auch der Landessportbund bei jeder Gelegenheit. Zweitens. Mein Vorredner hat gerade die Olympischen Spiele angesprochen. Wir hätten sie zu gerne in Nordrhein-Westfalen an Rhein und Ruhr. Das wäre eine Erfolgsgeschichte in sehr vielen Bereichen. Es würde eine unglaubliche Motivation und Bewegung im positiven Sinne auslösen. (Beifall von der FDP) Wenn Nordrhein-Westfalen es gegenüber den Mitbewerbern innerhalb Deutschlands ernst meint, dann darf nicht nur der Bund mit 5 Millionen Euro Geld in die Hand nehmen, sondern dann müssen natürlich auch wir als Landtag Nordrhein-Westfalen die Bewerbung finanziell unterstützen und damit deutlich machen, dass wir es ernst meinen. Wir wollen Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen, und deswegen muss man auch Geld zur Verfügung stellen. Wir haben 750.000 Euro beantragt. Drittens. Auch die Einführung des Trainertarifs für den Leistungssport im Nachwuchsbereich ist eine zentrale Forderung des Landessportbunds. Wir wollen die Trainerinnen und Trainer unterstützen. Sie brauchen unsere Unterstützung, und sie brauchen diesen Trainertarif. Das gehört zum Leistungssport, aber auch zum Breitensport. Nordrhein-Westfalen ist gut aufgestellt. Die Koalition macht hier keine schlechte Arbeit, aber in drei Bereichen besteht Nachholbedarf. Deshalb stellen wir unsere Anträge. Ich meine, dass unsere Argumentation überzeugend ist, und ich bin mir sicher, dass CDU und Grüne zustimmen werden. Minister Liminski lacht schon. Das deute ich als Zustimmung. – Vielen Dank. 04.12.2024 (Beifall von der FDP – Nathanael Liminski, Mi- nister für Bundes- und Europaangelegenhei- ten, Internationales sowie Medien im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten: Ein Lächeln!)
