Rainer Schmeltzer
Danke sehr, Herr Abgeordneter Keith. – Für die Landesregierung spricht jetzt Minister und Chef der Staatskanzlei Herr Liminski. Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten: Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris dieses Jahr haben – ich glaube, das können wir alle sagen – die ganze Welt begeistert. Paris hat auf sehr beeindruckende Weise gezeigt, wie moderne Spiele heute aussehen und auf der Höhe der Zeit sein können. Der Erfolg unserer Athletinnen und Athleten bei diesen Spielen hat uns selbst stolz gemacht. Mit mehr als 150 der 600 deutschen Athleten hatte Nordrhein-Westfalen seinen Anteil daran. Mehr als die Hälfte aller 82 deutschen Medaillen sind mit nordrhein-westfälischer Beteiligung erstritten worden. Diesen Geist von Olympia, diese Begeisterung und all das gilt es nun nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Dazu stehen wir bereits seit der Gründung der Initiative „Rhein Ruhr City“ mit dem DOSB in Kontakt, der den Prozess einer Bewerbung tatkräftig vorantreibt. Man will Anfang des Jahres in formale Gespräche einsteigen und bis Ende des nächsten Jahres eine Entscheidung treffen. Das ist für diese Art von Entscheidungen ein sehr ambitionierter Zeitplan. Insofern ist es wichtig, dass wir aus Nordrhein-Westfalen klarmachen: Wir sind am Start. Wir sind bereit. Wir haben hier einen starken Standort. Wir sind ein durch und durch olympisches Land, weltoffen, tolerant und sportbegeistert. Das zeigt sich schon jetzt daran, dass aus der ganzen Welt internationale Sportfachverbände Nordrhein-Westfalen als Ort aussuchen, um ihre jeweiligen Wettbewerbe auszutragen. Wir sind ein Land, das Sportgroßveranstaltungen mit internationaler Strahlkraft kann. Ich will nur einige Beispiele nennen: die Finals Rhein-Ruhr 2023, die Invictus Games 2023 oder auch die Handball- und Fußball-EM 2024. Im nächsten Jahr geht es so 13.11.2024 weiter: die Hockey-Europameisterschaft in Mönchengladbach, die Beachvolleyball-Europameisterschaft in Düsseldorf und die Handballweltmeisterschaft der Frauen in Dortmund. Das zeigt, dass wir bereit sind. Natürlich werden im nächsten Jahr die Rhein-Ruhr World University Games der Höhepunkt sein. Verteilt über das ganze Ruhegebiet und auch Berlin werden wir bei diesem Multisport-Event die Welt bei uns zu Gast haben: 8.500 Athletinnen und Athleten aus bis zu 150 Ländern. Dass wir uns dafür beworben haben und dass wir das jetzt auch auf die Beine stellen, zeigt: Wir trauen uns die Olympischen und Paralympischen Spiele zu. Deshalb hat die Landesregierung ihre Bereitschaft für eine Austragung offiziell erklärt und ein Memorandum of Understanding des DOSB unterzeichnet. Wir wollen die Spiele nach Nordrhein-Westfalen holen; das signalisieren wir den Sportfachverbänden, das signalisieren wir der Bundesregierung. Meine Kollegin Andrea Milz ist diesbezüglich nun schon vielfach unterwegs gewesen. Der Ministerpräsident wirbt dafür; die ganze Landesregierung steht hinter diesem Ansatz. Wir wollen die Spiele nach Nordrhein-Westfalen holen – ökonomisch und ökologisch nachhaltig, Spiele für alle Menschen in unserem Land. Dabei muss man sich im Klaren sein: Olympia ist ein großes Vorhaben, und für Olympia an Rhein und Ruhr liegt noch eine weite Strecke vor uns. Wir brauchen einen langen Atem. Da hilft es, wenn man bei dieser Reise nicht alleine ist. In diesem Sinne freut es mich, freut es die Landesregierung, dass dieser Antrag die breite Unterstützung der demokratischen Fraktionen hat. Dafür sind wir sehr dankbar. Gehen wir es gemeinsam an! – Vielen Dank. (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und der FDP – Vereinzelt Beifall von der SPD)
