Ina Brandes
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten 10.10.2024 Damen und Herren! Ich gehöre zu den Leuten, die dem Präsidenten ausdrücklich immer dankbar dafür sind, dass er den Landtag für die Menschen in unserem Land so sehr geöffnet hat, dass so viele Besuchergruppen hier sind und die Gelegenheit haben, uns bei unserer Arbeit zuzuschauen. Aber ich bin wirklich froh, dass wir während dieses unfassbaren Unsinns, der gerade geredet worden ist, wenigstens die Besuchertribüne leer war, sodass das keiner mitanhören musste. (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP) Im Übrigen können Sie nur einmal Ihren Freund Putin anrufen und ihn bitten, dass er einfach abzieht. (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP) So schwierig ist es doch aus Ihrer Perspektive wirklich nicht. Jetzt zurück zu Stalag 326. Ich hätte mir gewünscht, dass wir dieses – wie ich finde – sehr wichtige Thema grundsätzlich mit mehr Würde und auch dem angemessenen Respekt vor den Opfern beraten können, als es eben möglich gewesen ist. Aber ich hoffe, dass wir dahin jetzt zurückkehren können. (Beifall von Christina Schulze Föcking [CDU]) Ich finde, dass von allen – bis auf den letzten – Vorrednern sehr wichtige und sehr richtige Dinge zur Bedeutung dieser Gedenkstätte gesagt worden sind. Ich will das aus Sicht der Landesregierung ausdrücklich unterstreichen. Wir als Land Nordrhein-Westfalen werden mit diesem wichtigen Erinnerungsort der Verantwortung gerecht, die wir eben nun mal gegenüber den Opfern von Nazi-Deutschland haben. Was mich besonders freut, ist, dass dieses Projekt ein echtes Gemeinschaftsprojekt ist. Ich möchte deswegen diese Gelegenheit auch nutzen, um mich zu bedanken: bei den Kommunen, die beteiligt sind, beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, beim Bund natürlich für die großzügige finanzielle Unterstützung und bei allen demokratischen Fraktionen dieses Hauses für die große inhaltliche Unterstützung, die das Projekt die ganze Zeit von Ihnen allen gehabt hat. Ich will auch bei dieser Gelegenheit, genauso wie das eben schon von meinen Vorrednern geschehen ist, noch mal die Gelegenheit nutzen, mich herzlich beim Landtagspräsidenten zu bedanken. André Kuper hat, glaube ich, (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP) mehr als wir alle hier etwas dazu beigetragen, dass wir heute hier stehen und uns über das Gelingen dieses Projekts freuen können. Ich möchte ihn auch Landtag herzlich bitten, diesen Dank noch mal in die Region mitzunehmen. Wir wissen, dass es sehr viele vor allen Dingen auch ehrenamtlich Engagierte dort gibt, die sich über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dafür eingesetzt haben, dass dieser Erinnerungsort entstehen kann, die viele Konzepte geschrieben haben, die viel Arbeit vor Ort gemacht haben, Werbung, aber auch inhaltliche Arbeit gemacht haben. Ihnen allen gebührt natürlich unser Dank. Wir als Landesregierung werden sehr gern den Auftrag umsetzen, den uns dieser Antrag gibt. Das gilt sowohl für das große finanzielle Engagement, zu dem wir uns gern bekannt haben, als auch für die weitere inhaltliche Arbeit an diesem wichtigen Ort. Ich möchte mich bei Ihnen allen von den demokratischen Fraktionen sehr bedanken, dass wir diese Verantwortung gemeinsam übernehmen. – Herzlichen Dank. (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP)
