Christian Berger
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vom 10. bis zum 20. Oktober findet dieses Jahr die Woche der seelischen Gesundheit statt. Dieses Jahr lautet das Motto „Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz“. Ich finde dieses Motto richtig gut und auch sehr wichtig. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Arbeit einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden hat. Auch die Arbeitgeber haben schon lange verstanden, dass die seelische Gesundheit ein wichtiges Thema ist. Vorsorge, Prävention und Beratung sind in nordrhein-westfälischen Unternehmen meist schon ein fester Bestandteil und ohne Frage sicherlich auch wirtschaftlich für die Betriebe sinnvoll. 09.10.2024 Es gibt neben der Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl von Gesundheitsangeboten, Beratungen und Präventivangeboten, bei denen das Land, die Krankenkassen, die Gesundheitsberufe, Unternehmen und Vereine Hand in Hand zusammenarbeiten. Heute sprechen wir in diesem Hohen Hause nun über den Antrag der SPD. Nach dem ersten Lesen dachte ich mir: Das ist doch irgendwie eine Art Paradoxon. – Sie wissen, was ich meine, nämlich die berühmte Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? (Rodion Bakum [SPD]: Die SPD!) Zum Anlass der Aktionswoche „Seelische Gesundheit“ bekommen wir diesen Antrag der SPD, der irgendwie ein bisschen von allem und überall ein bisschen mehr, aber unter anderem auch so etwas wie eine Aktionswoche fordert. Doch wenn man sich den Antrag konkreter durchliest, kommt ein anderes Bild dabei heraus. Bitte entschuldigen Sie; da habe ich mich vertan: Das hier ist kein Paradoxon. Die SPD fordert nur mal wieder Dinge, die schon lange da sind. Das kennen wir zur Genüge. Dazu fallen mir am Ende nur Wörter ein, die mit „un-“ beginnen – so etwas wie „unnütz“, „unnötig“, „unpassend“ und am Ende meiner Rede eventuell auch „unangenehm“; zumindest für denjenigen, der den Antrag geschrieben hat. Machen wir doch einmal eine kurze Bestandsaufnahme. Ich nehme aber gleich vorweg: Der Antrag ist ziemlich dünn – und das nicht nur auf den Umfang bezogen, sondern viel mehr auf den Inhalt. Zieht man parteipolitisches Geplänkel ab, bleibt am Ende nicht viel übrig. Da sage ich nur: Schade!
