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Enxhi Seli-Zacharias

AfD 09.10.2024 Sitzungen 18/76

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dschihad in Europa – so lautet die Überschrift eines Artikels im IS-Magazin Al-Naba. Darin hieß es unmittelbar nach Solingen, der sich als Glaubenskämpfer verstehende Mudschahed solle ein Mann des Hammers sein, der seine Opfer vernichtet und ihre Schädel zerschmettert, ohne Spuren zu hinterlassen. So könne der IS solche Operationen stetig wiederholen, bis er von ihrem Blut gesättigt sei. Das Titelbild des Artikels zeigt einen nachdenklichen und zugleich fragilen Innenminister Herbert Reul und ein Foto jenes Lastwagens, mit dem Anis Amri in eine Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz raste. Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass kein Jugendlicher der Welt diese Inhalte befürworten kann, erst recht keiner, der hier aufgewachsen ist, deutsche Schulen besucht hat und in dieser 09.10.2024 Gesellschaft partizipieren konnte und durfte. Doch genau darin zeigt sich die Kapitulation des deutschen Staates. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen führte kürzlich eine Dunkelfeldstudie zum Thema „Jugendkriminalität“ durch. Hierbei wurden auch rund 300 muslimische Jugendliche der Klassenstufe 9 befragt. 67,8 % unterstützten den Satz „Die Regeln des Koran sind mir wichtiger als die Gesetze in Deutschland“. 45,8 % glaubten, dass ein islamischer Gottesstaat die beste Staatsform sei. 35,3 % zeigten Verständnis für Gewalt gegen Menschen, die Allah oder den Propheten Mohammed beleidigen. Während die deutsche Politik versucht, muslimischen Jugendlichen mithilfe einer Drag Queen das Buchstabieren von Wörtern wie „Toleranz“ beizubringen, setzt der IS heute gezielt in Europa an. Perfide setzt der IS in Europa zunehmend auf die Ansprache von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Häufig treten mit Einsetzen der Pubertät Schwierigkeiten bei der gesellschaftlichen Integration offen zutage. Diese Jugendlichen befinden sich aufgrund ihrer kulturellen Prägung und den großen Konfliktpunkten der zwei Identitäten, die sie in sich tragen, in einer Krise. In der Phase dieser Identitätskrise geraten die Jugendlichen oft an die falschen Vorbilder. So ist es kein Zufall, dass es auch bei der jüngsten Anschlagsplanung in Wien oder auch in Solingen einen Mitwisser in diesem Alter gab. Der IS hat längst verstanden, dass muslimische Jugendliche aufgrund ihres Glaubens ein sehr dankbares Ziel für ihren propagandistischen Schwachsinn sind. Dennoch müssen wir wachsam bleiben. Längst sind nicht mehr allein bärtige Männer die Zielgruppe. Immer öfter tauchen Frauen als Influencerinnen vor der Kamera auf. Früher waren es eher die Männer, die Frauen angeworben haben. Damals hieß es noch, Frauen zeigten sich nicht vor der Kamera. Das ändert sich jetzt. Inzwischen agieren die frommen muslimischen Frauen mit Gesicht und Namen verstärkt in der Öffentlichkeit, und wenn dann noch Konvertitinnen ihre Geschichte erzählen, dann ist das wahnsinnig erfolgreich. Das ist ein sogenannter Dschihad-Jackpot. Eine der erfolgreichsten Kampagnen, die der „Islamische Staat“ je gemacht hat, zeigt junge Dschihadisten in einer sehr zarten Pose. Sie alle halten Kätzchen in den Armen, die an den Waffen herumschnuppern. So wurde das Bild des zartbesaiteten Dschihadisten gezeichnet, der für seinen Glauben kämpft, aber ein feinfühliges Herz hat. Daraufhin sind nachweislich reihenweise Frauen zum Dschihadismus konvertiert. Aus Followern wurden Fighter. Anders als in der europäischen Gesellschaft lautet im Islam die immer wiederkehrende Botschaft: Du wirst als fromme Muslimin immer sehr gut behandelt, insbesondere, wenn du Mutter bist. – Der Satz „Das Landtag Paradies liegt unter den Füßen der Mutter“ geht auf Mohammed zurück. Bei den IS-Angehörigen, die heute in den kurdischen Gefangenenlagern sind, handelt es sich größtenteils um Frauen. Sie machen ohne ihre Männer weiter und errichten ein Regime des Terrors, in dem jede und jeder umgebracht werden, die sich nicht an die Regeln halten. Außerdem indoktrinieren sie sehr erfolgreich ihre Kinder. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der weibliche Dschihad auch in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen aufgrund eines vermeintlich fernen Krieges, an dem Deutschland sowohl als Waffenlieferant Israels als auch durch humanitäre Hilfe beteiligt ist, zuschlägt. Das tatsächliche und propagandistisch aufgepimpte Leid muslimischer Zivilisten in Gaza dient dem IS als Ansatzpunkt für die Rekrutierung von paramilitärischen Terrorkämpfern. Ein Erfolg gegen dieses Terror-Franchisesystem kann einzig durch eine erfolgreiche Infiltrierung des digitalen Sympathisantennetzwerks in Nordrhein-Westfalen gelingen. Meine Hauptintention für den zweiten Teil dieser Aktuellen Stunde lautet: Herr Innenminister Reul, bitte kümmern Sie sich endlich auch um das weibliche Gesicht des Dschihad in Europa. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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