Jochen Ott
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich bin in der Debatte in zwei Punkten persönlich angesprochen worden, deshalb will ich das hier noch sagen. Ich habe die Missio und durfte damals als katholischer Religionslehrer tätig sein. Religionsfreiheit und in den Schulen mit unseren Kindern über Religion zu sprechen, ist mir immer ein Anliegen gewesen. Die pauschale Verunglimpfung einer großen Weltreligion, wie die AfD es eben hier getan hat, ist nicht hinnehmbar. Das ist das Allerletzte, und ich weise das entschieden zurück. (Beifall von der SPD – Vereinzelt Beifall bei den Grünen) Das Zweite, was mich ratlos zurücklässt, ist, dass der Innenminister sehr persönlich erklärt hat: Die Krise der Zeit ist doch so, dass sich alle zusammentun sollten. Ich möchte dazu Folgendes sagen: Ich bin der einzige Redner des heutigen Vormittags, der keine Chance hatte, die Punkte ein einziges Mal zu sehen. Um 10:36 Uhr ist das Papier herumgeschickt worden. (Zuruf von Sven Wolf [SPD]) Die FPD hatte 20 Minuten, andere weniger. Ich will hier persönlich sagen: Wenn wir uns als Menschen ernst nehmen, auch in der Politik, dann gehört es dazu, dass ein Abgeordneter, auch wenn er in der Landtag Opposition ist, in der Lage sein müsste, von dem Sachverhalt, der diskutiert werden soll, vorher zu erfahren oder zumindest einen Hinweis bekommt. Diese Art des Umgangs ist aus meiner Sicht menschlich inakzeptabel. (Beifall von der SPD – Zuruf von Sven Wolf [SPD] – Christian Loose [AfD]: Wo war denn die persönliche Erklärung? – Zuruf von Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE] – Dr. Ralf Nolten [CDU]: Das heißt nichts!)
