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Marcel Hafke

FDP 24.04.2024 Sitzungen 18/61

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kitas sind Orte, an denen sich alle Kinder willkommen fühlen sollen. Kinder wollen wahrgenommen und akzeptiert werden, und zwar unabhängig von ihrem sozialen oder kulturellen Hintergrund. In Kitas finden Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen heraus. So wird ihr Selbstbewusstsein entwickelt und gestärkt. Kitas sind also die ersten Bildungsorte für Kinder und haben hier eine äußerst wichtige Funktion. Mithilfe ihrer Erzieherinnen und Erzieher entwickeln die Kinder Akzeptanz und Toleranz für sich und auch für andere. Das ist grundlegend für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung. Daher ist eine gelungene Inklusion so enorm wichtig. Es ist auch gut und richtig, dass die UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 in Deutschland ratifiziert wurde. Mittlerweile haben wir eine ganze Reihe an gesetzlichen Regelungen, die für eine Umsetzung sorgen sollen. Die will ich an dieser Stelle gar nicht aufführen, aber wir stellen ja bis zum heutigen Zeitpunkt fest, wie schwierig eine Umsetzung in der Praxis eigentlich ist. Deswegen bin ich der SPD sehr dankbar für den Antrag und auch die Anhörung, weil es noch mal in der Anhörung gezeigt hat, welche Herausforderungen zu leisten sind. Insbesondere die Abschaffung der heilpädagogischen Kitas bis zum Jahr 2028, was ursprünglich geplant war, wird eine große Herausforderung werden. (Eileen Woestmann [GRÜNE]: Das stimmt nicht!) Die Regel-Kitas müssen dann den Bedürfnissen aller Kinder gerecht werden, und das obwohl die Ressourcen nicht ansteigen. Einzelne Kinder dürfen dabei jedoch nicht aus dem Blick geraten. Sowohl solche mit Förderbedarf als auch die ohne brauchen die Unterstützung ihrer Erzieherinnen und Erzieher und des Fachpersonals. Wir brauchen daher eine lebensnahe Umsetzung von Inklusion, bei der Eltern mit eingebunden werden müssen und insbesondere die Wahlfreiheit nicht eingeschränkt werden darf.

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