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Rainer Schmeltzer

29.02.2024 Sitzungen 18/57

Danke sehr, Herr Abgeordneter Loose. – Für die Landesregierung spricht jetzt die Ministerin Neubaur. Mona Neubaur*), Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie: Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mit dem vorliegenden Antrag greifen die Koalitionsfraktionen richtigerweise die zunehmende Bedeutung von sozialökonomischem Unternehmertum auf. Ich will für alle, die sich vielleicht fragen, was das eigentlich sein könnte, mal ein Beispiel aus dem Ruhrgebiet nennen, was soziales Unternehmertum ist. Dort gibt es ein erfolgreiches Start-up, das gemeinwohlorientiert arbeitet und Frauen, die erblindet sind, eine Ausbildung gibt, um mit den Fingerspitzen durch Tastuntersuchung ergänzend zu den guten Diagnostikmethoden, die Frauenärzte anwenden, in der Früherkennung von Brustkrebs zusätzlich für Frauen eine Sicherheit im Kampf gegen Brustkrebs anbieten zu können. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Das meint soziales Unternehmertum. Es ist gemeinwohlorientiert. Es bietet nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven im sozialen Bereich. Es bietet Frauen in dem Fall, die blind sind, eine attraktive Möglichkeit, Beschäftigung zu haben. Genau solche Beispiele meint dieser Antrag, wenn es darum geht, die Potenziale, die in Nordrhein-Westfalen vorhanden sind, auch gezielt zu unterstützen. Warum machen wir das in Nordrhein-Westfalen auch sehr gerne? Wir haben den Vorteil, dass Nordrhein-Westfalen im Start-up-Monitor, der im vorletzten Tagesordnungspunkt bereits benannt wurde, über dem Bundesdurchschnitt liegt. Wir bekommen sehr gute wirtschaftspolitische Bedingungen attestiert von Start-ups hier aus Nordrhein-Westfalen. Darauf wollen wir aufbauen, um zwei Dinge miteinander zu verbinden: Wer heute in Zukunft investiert, wer heute Ideen in Geschäftsmodelle übersetzen will, wer aus Patenten auch tatsächlich Unternehmen und gute Beschäftigung entwickeln will, orientiert sich an grüner Technologie, wenn man so will, Technologie, die Ressourcenleichtigkeit, Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität als ein erfolgreiches Geschäftsmodell etablieren will. 29.02.2024 Warum? Um hier aus Nordrhein-Westfalen mit Technologieführerschaft einen Beitrag zu leisten, dass wir die globalen Grenzen des Ressourcenverbrauchs, aber auch das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten können. Genau da gibt es eine Stärke für uns als Technologieland auch im Bereich der Umwelttechnologien, diese Unternehmen zu unterstützen, die Ideen, die es dort gibt, in den Universitäten, aber natürlich auch in den Handwerksbetrieben. Genau darauf wollen wir aufsetzen. Wir wollen die Ideen, die sich im Bereich von sozialem und ökologischem Unternehmertum sammeln, ganz im Sinne einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft auch mit einem eigenen Hub für genau diese Unternehmen unterstützen. Diejenigen, die in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten den Mut besitzen, zu gründen, und daraus sogar sozial und ökologisch verträgliche Wirtschaftsmodelle entwickeln und mit positiven Ergebnissen in den Markt gehen wollen, sollen von uns auch enkeltaugliche Gründungsunterstützung erhalten. Deswegen werden wir sehr gerne die Anregungen aus dem Antrag von CDU und Grünen aufnehmen. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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