Lena Teschlade
Ganz herzlichen Dank. – Lieber Herr Kollege Görtz, meine Frage ist noch nicht ganz beantwortet; vielleicht kann das gleich auch der Minister übernehmen. Ich möchte noch kurz sagen, dass ich bei den Tafeln nicht nur einmal ausgeholfen habe, sondern ich war in den letzten 18 Jahren vor meinem Einzug in den Landtag Sozialarbeiterin und gerade im Bereich „Sozial- und Arbeitspolitik“ unterwegs. Für uns ist das deshalb auch nicht nur ein Oppositionsgebaren. Uns ist das Thema sehr wichtig, und ich möchte noch einmal Folgendes deutlich machen: Wir Sozialdemokraten haben immer gesagt, dass wir es richtig finden, die Tafeln in der Krise zu unterstützen. Wenn es stimmt, was Sie gerade gesagt haben, dass wir sie nämlich nur jetzt in der Krise unterstützen und es, anders als das, was Herr Sozialminister Laumann gesagt hat, nicht um eine Verstetigung geht, (Zuruf von Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales) dann wären wir damit auch fein. Es geht darum, dass es problematisch ist, (Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Ge- sundheit und Soziales: Das glauben Sie bloß!) Tafeln zu Regelinstrumenten zu machen und damit die politische Verantwortung in eine soziale Organisation auszulagern. Das ist unser Problem. (Zuruf von Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales) Wenn wir uns darauf verständigen können, dass es keine Verstetigung der Tafeln geben wird, sondern die Landesregierung ihrer Verantwortung nachkommt und Armut bekämpft, dann haben Sie tatsächlich recht. Dann gibt es auch keinen Dissens, und wir können friedlich in die Weihnachtszeit gehen. Bisher ist das in allen Pressemitteilung anders niedergeschrieben. Insofern bin ich sehr gespannt, was dazu gleich noch kommt. – Vielen Dank. (Beifall von der SPD)
