Ina Blumenthal
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Landesregierung spricht sehr gerne und sehr oft pathetisch von „Zukunft“. Mit diesem Medienhaushalt offenbart sie aber: Die Medienlandschaft blickt einer trüben Zukunft entgegen, vor allem wenn wir in die Bereiche schauen, die Ihnen nach eigener Aussage doch so furchtbar wichtig sind: die Kinder und Jugendlichen in diesem Land. Ich mache mir Sorgen um die Kinder und Jugendlichen in unserem Land, denn täglich, stündlich und, wenn wir mal ganz ehrlich sind, sekündlich werden sie auf allen Kanälen mit Informationen bombardiert, bekommen in den sozialen Medien falsche Informationen und Vorbilder ungefiltert präsentiert. Es mag daher nicht verwundern, dass die Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen seit Jahren rasant ansteigt. Wir wissen, dass dieser Anstieg auch mit der Nutzung von sozialen Medien verbunden ist. Mir macht das Sorge, denn hier wächst eine Generation heran, die sich mit KI und Bildbearbeitung messen lassen muss. Es mag auch nicht verwundern, dass immer mehr Kinder und Jugendliche gar nicht mehr wissen, wie sie an gute journalistische Inhalte kommen können. Diese jungen Menschen haben nur ein geringes Interesse am aktuellen Weltgeschehen, nutzen kaum Landtag die Informationsangebote etablierter Medien und werden daher mit journalistischen Angeboten kaum noch erreicht. – Das sagt wohlgemerkt das Hans-Bredow-Institut, ein etabliertes Forschungsinstitut. Und was tut unsere Landesregierung an dieser Stelle? Sie investiert nicht, sie investiert keinen Cent mehr in die so wichtige Medienkompetenzförderung. Wie in Bezug auf Kinder und Jugendliche mit den neuen Entwicklungen rund um KI, Cybersicherheit und Desinformation umgegangen wird, bleibt ein Rätsel dieser Landesregierung. Wir müssen mit diesen Entwicklungen Schritt halten, wenn wir auch in Zukunft noch frei und vor allem friedlich miteinander diskutieren wollen. Der Minister ist uns abhandengekommen. Wie konnte das passieren? Herr Liminski? (Andreas Keith [AfD]: Wichtige Staatsge- schäfte! – Sven Werner Tritschler [AfD]: Der liest das im Protokoll! – Zurufe: Da! – Bianca
