Ina Brandes
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Natürlich ist uns allen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig. Das ist insbesondere ein wichtiges Anliegen in Bezug auf die Beschäftigten an unseren Hochschulen. Gleichwohl – darüber haben wir uns in der Debatte während des vorangegangenen Dreivierteljahres schon mehrfach ausgetauscht – ist die Vereinheitlichung und Synchronisierung von Schul- und Semesterferien leider nicht der richtige Weg. Sie wissen auch, dass das Jahr 2023 in dieser Hinsicht ausgesprochen unglücklich gewesen ist, weil wir sehr kurze Überschneidungszeiten zwischen den verschiedenen Ferien hatten. Das ist vorhin schon einmal dargestellt worden. Wir wissen aber auch, dass das ein Ausreißer gewesen ist. Das gilt sowohl für die Vorjahre als auch in den kommenden Jahren, in denen die Überschneidungen deutlich größer sein werden. Gleichwohl versucht mein Haus schon heute bei der Festlegung der Vorlesungszeiten auf die Wünsche und Bedürfnisse nicht nur der Hochschulen, sondern auch der anderen Interessensvertretungen einzugehen. Den runden Tisch, den Sie fordern, Herr Hartmann, den gibt es natürlich längst; wir machen ja unsere Arbeit. (Vereinzelt Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Da sitzen die Hochschulen, das Landes-ASten-Treffen, die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätskliniken, die Landespersonalrätekonferenz und die Landesarbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen zusammen und versuchen, alle Interessen, die all diese Gruppen berechtigterweise in diesen Prozess einbringen, übereinander zu bekommen. Das ist auch bei der aktuellen Runde in diesem Jahr, in der die Vorlesungszeiten vom Sommersemester 2024 bis zum Sommersemester 2030 festgelegt wurde, geschehen. Ich vertraue darauf, dass in dieser Runde, in der alle Gruppen vertreten sind, die etwas dazu beizutragen haben und Interesse an diesem Thema haben, die Lösung gefunden wird, mit der der beste Ausgleich zwischen allen nachvollziehbaren Interessen gelingt. Und ich finde, dieses Vertrauen sollten Sie auch haben. Deswegen werden wir diese Praxis im Sinne der bestmöglichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf beibehalten. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
