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Angela Freimuth

FDP 25.10.2023 Sitzungen 18/45

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Die künstliche Intelligenz ist eines der spannendsten Zukunftsthemen. Bereits heute gibt es zahlreiche Tools, die nicht nur Texte oder Programme erstellen und Bilder neu zusammenstellen. Frau Kollegin Wermer hat gerade darauf hingewiesen: Es gibt Bilder, bei denen es offensichtlich ist, aber gleichwohl ist es richtig, solche Bilder zukünftig entsprechend zu markieren. Darüber ist aber an anderer Stelle schon gesprochen worden. KI-Tools stellen zum Beispiel auch Musik komplett neu zusammen, erstellen Videos und Präsentationen. Es gibt unzählige weitere KI-Anwendungen, und jeden Tag, kann man fast sagen, kommen neue dazu. Manchmal ist uns im Alltag nicht immer bewusst, dass schon längst die sogenannte künstliche Intelligenz in unserer Lebensrealität Anwendung findet. Bildungs- und Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger zum Beispiel hat KI jüngst als historische Chance für Deutschland bezeichnet. Und während technikaffine Menschen der Technologie mit Neugier und Optimismus begegnen, löst sie bei den anderen auch Ängste und Verunsicherung aus. Dazu gehört auch die Sorge, dass KI nur von Fachleuten verstanden und gestaltet werden kann. Wir entwickeln zwar derzeit eine Vorstellung über das Disruptionspotenzial, jedoch stimmt insbesondere die Aussage in Ihrem Antrag zur Ausgangslage – ich darf zitieren –, 25.10.2023 „dass mit diesen technischen Veränderungen zahlreiche Herausforderungen einhergehen, deren Ausmaß heute noch nicht abzuschätzen ist.“ Im Antrag werden zahlreiche Chancen und Herausforderungen für Kunst und Kultur in allen Bereichen angesprochen, und wir stimmen überein, dass KI den Kunst- und Kulturbereich verändern und – ich füge hinzu – bereichern wird. Ich freue mich, dass wir, anders als bei anderen Anträgen, bei diesem Antrag die Gelegenheit haben werden – insbesondere meine Kollegin Yvonne Gebauer, der ich an dieser Stelle beste Genesungswünsche sende, freut sich darüber –, dass dieser Antrag in den Fachausschuss überwiesen wird und dass dort die Feststellungen und Aufträge im Detail zu diskutieren sind. Denn es wird auch vom öffentlichen Diskurs in unseren Parlamenten und der entsprechenden Berichterstattung darüber abhängen, ob KI gesellschaftliche Akzeptanz findet. Vielleicht finden wir ja gemeinsam noch weitere Maßnahmen, zum Beispiel den regelmäßig tagenden runden Tisch mit allen Beteiligten oder Projekte wie den Heilbronner KI Salon. Und ich wünsche mir, dass wir dazu vielleicht auch aus einer Anhörung weitere Empfehlungen und Hinweise bekommen werden. Denn – der Kollege Vogt hat gerade darauf hingewiesen – an ein paar Stellen könnte es schon ein bisschen substanziierter sein. Liebe Kolleginnen und Kollegen, unabhängig von den Fragen des Urheberrechts, Fragen zu einem barrierearmen Zugang zu Kunst, zu neuen künstlerischen Sparten oder zu der Personalisierung der Kunst brauchen wir in besonderer Weise die Kulturschaffenden als Partner im Prozess zur ethischen und kritischen Reflexion der Anwendungen der sogenannten künstlichen Intelligenz. Hier konnten wir uns in der Vergangenheit auf die Kulturschaffenden in Nordrhein-Westfalen verlassen, und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch in Zukunft können. Die Frage, ob das alles dann mit den bereiten Mitteln immer so zu bewerkstelligen sein wird, haben wir uns in der Tat auch gestellt. Selbstredend stimmen wir der Ausschussüberweisung aber zu und freuen uns auf die weitere Beratung. – Vielen Dank. (Beifall von der FDP)

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