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Yvonne Gebauer

FDP 22.09.2023 Sitzungen 18/44

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber Herr Achtermeyer, wie Sie wissen, sind wir im Bund in einer Koalition, auch wenn ich hier manchmal nicht das Gefühl habe, dass die Grünen das noch auf dem Schirm haben. (Zuruf von Sven Werner Tritschler [AfD]) Natürlich kämpfe ich aber im Land genauso wie im Bund dafür, dass die Kulturschaffenden berücksichtigt werden. Es geht ja auch darum, dass wir die Herausforderungen, vor denen die Kulturschaffenden in Bezug auf die Nachwirkungen von Corona, aber auch durch die Inflation und die Energiepreise stehen, bestmöglich abfedern. Dafür sind viele Mittel notwendig. Dafür kämpfe ich nicht nur hier bei uns im Land, sondern ich setze mich auch im Bund dafür ein. (Beifall von der FDP) Landtag Ich habe gesagt, dass wir für das eine kämpfen, das andere aber nicht lassen. Wir suchen nach alternativen Unterstützungsmöglichkeiten für die Kultur- und Kreativwirtschaft hier bei uns in Nordrhein-Westfalen. Eine solche stellt für uns das kulturelle Crowdfunding dar. Dabei geht es um eine zielgenaue finanzielle Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern und ihren Projekten durch Privatpersonen oder Unternehmen. Dieses kulturelle Crowdfunding ist ein bundesweit erprobter Schlüssel, der Aufmerksamkeit schafft, Netzwerke fördert und Kommunikationskanäle ausbaut und somit besonders die Kulturszene bei uns im ländlichen Raum stärken kann. Mir ist ganz wichtig, zu betonen, dass es sich dabei um mehr als ein reines Finanzierungsmittel handelt. Kulturelles Crowdfunding fußt nämlich auf bürgerschaftlichem Engagement und ermöglicht so Partizipation und Identifikation durch eine enge Bindung zwischen dem Geldgeber und dem unterstützten Projekt. Über das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft des Landes, creative.nrw, steht in Zusammenarbeit mit der bundesweiten Crowdfunding-Plattform Startnext bereits eine entsprechende Umsetzung zur Verfügung. Ich würde mich freuen, wenn sie auch durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft, von Frau Ministerin Brandes, beworben würde. Wir müssen in diesem Zusammenhang also nichts neu erfinden, sondern den Strukturen vertrauen, die es bereits gibt. Nachdem die Haushaltsplanung der Landesregierung für 2024 unter den Kulturschaffenden verständlicherweise große Irritationen ausgelöst hat, wäre es ein Leichtes, mit dem Aufbau einer solchen bereits bestehenden Crowdfunding-Plattform zumindest ein kleines mutmachendes Signal auszusenden. Über die Zustimmung zu diesem Signal würde ich mich freuen. – Herzlichen Dank. (Beifall von der FDP)

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