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Dr. Marcus Optendrenk

15.06.2023 Sitzungen 18/37

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich darf in Vertretung des Sportministers sprechen, der sich als Ministerpräsident des Landes aktuell in der Ministerpräsidentenkonferenz befindet. Als Vorsitzender eines Sportvereins, der auch Schwimmkurse für Kinder anbietet, ist mir das Thema ein besonderes Anliegen. Insofern fällt es mir leicht, mich im Namen der Landesregierung zu äußern. Das Erlernen der Kulturtechnik Schwimmen ist für die in Nordrhein-Westfalen aufwachsenden Kinder von erheblicher Bedeutung. Herr Hoppe-Biermeyer hat darauf eben hingewiesen. Die Schwimmtechnik allein ist es nicht, aber es macht auch Spaß und Freude, egal wo man anschließend schwimmen kann. Deshalb unternimmt die Landesregierung erhebliche Anstrengungen, die Schwimmfähigkeit insbesondere von Kindern zu verbessern. Hierzu zählt zum Beispiel der Aktionsplan „Schwimmen lernen in Landtag Nordrhein-Westfalen 2019 bis 2022“. Dieser erste Aktionsplan wird derzeit nach seinem Auslaufen für die kommenden Jahre weiterentwickelt. Die Landesregierung hat in diesem Jahr bereits eine Schwimmoffensive gestartet und in diesem Zusammenhang 3 Millionen Euro für das bereits erwähnte innovative Modellvorhaben „narwali“ bereitgestellt. (Tülay Durdu [SPD]: 3 Millionen Euro für fünf Container!) Es werden fünf Schwimmcontainer, je einer pro Regierungsbezirk, in einem Modellprojekt für eine aktive Laufzeit von 24 Monaten eingesetzt. Auch hier können Kinder an Wasser gewöhnt werden, und es können Schwimmtechniken erlernt werden. Wer sich in der Praxis anschaut, der ist ganz erstaunt, was da alles mit einem solchen Schwimmcontainer geht. (Beifall von Christina Schulze Föcking [CDU]) Die Landesregierung hat in diesem Jahr auch eine Übungsleiteroffensive gestartet. Eine Million Euro stellt das Land für die Qualifizierung von Übungsleitungen für Schwimmtrainerinnen und Schwimmtrainer zur Verfügung. Die Nachfrage ist immens, und wir freuen uns darüber, dass es so gut angenommen wird. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Die Bereitstellung von Bäderinfrastrukturen gehört klassisch zum Aufgabenkatalog von Kommunen, dennoch stellt die Landesregierung im Rahmen der Gemeindefinanzierung gerade deshalb, weil wir der Meinung sind, dass es etwas sehr Wichtiges ist, über die Sportpauschale dynamisiert Geld zur Verfügung. Inzwischen gibt es auch über die Sportpauschale 70 Millionen Euro im GfG, die dafür eingesetzt werden können. Herr Hoppe-Biermeyer hat auf die ergänzenden Programme aus den Bereichen „EFRE“, „JTF“, „Leader“ und anderen entsprechend hingewiesen. Auch progres.nrw kommt zur Effizienzsteigerung von Schwimmanlagen infrage. Die Landesregierung wird die Gemeinden und Städte auch in Zukunft dabei unterstützen, die Infrastrukturen zum Schwimmenlernen auszubauen sowie die Voraussetzungen im Sport und bei den Kommunen dafür zu schaffen, dass Schwimmenlernen von gut ausgebildeten Lehrkräften vermittelt wird. Mit der Staatssekretärin Andrea Milz hat dieses Land eine bürgernahe, praxisnahe und höchst engagierte Ansprechpartnerin für dieses Thema und viele andere Themen des Sports. Darüber bin nicht nur ich persönlich als Vorsitzender eines Sportvereins sehr froh, sondern darüber ist auch die gesamte Landesregierung sehr froh. – Herzlichen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) 15.06.2023

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