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Frank Müller

SPD 14.06.2023 Sitzungen 18/36

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Wendland, ich möchte mich auch im Namen meiner Fraktion ganz ausdrücklich für diese sehr differenzierte und sehr gute Rede bedanken, die Sie gehalten haben. (Beifall von der SPD, der CDU, den GRÜNEN und der FDP) 14.06.2023 Ich würde mir wünschen, Ihr Bundesvorsitzender hätte heute an dieser Stelle auch zugehört; dieser Hinweis möge mir erlaubt sein. Also vielen Dank dafür. Die AfD mag sich so viel Mühe geben, wieder einen Antrag mit wissenschaftlichem Anstrich, sehr seriös und sehr differenziert geschrieben, zu schreiben. Dann tritt Herr Wagner ans Rednerpult und hält diese Rede. Natürlich ist wieder allen klar, wohin es gehen soll. Einen schönen Gruß an die Kamera auf der Tribüne! Es ist nur schade, dass wir die Statisterie für Ihre Webinszenierung sein sollen. Denn eigentlich reden wir zum Parlament und zu uns und nicht nur in die Kamera. Es ist aber so, wie es ist, wie Sie das immer machen. (Beifall von der SPD, der CDU und den GRÜNEN) Am Ende will man Sie schlichtweg fragen, ob wir nichts Wichtigeres zu tun haben, als uns mit Ihrem Dauertrauma in diesem Parlament zu beschäftigen. Erstens. Was ist falsch daran, dass sich alle Menschen in der Sprache wiederfinden und Sprache alle sichtbar macht? Das hat für mich übrigens überhaupt nichts mit Wokeness zu tun, sondern das hat – das habe ich von meinen Eltern gelernt – schlicht etwas mit Anstand und Respekt zu tun. (Beifall von der SPD, der CDU, den GRÜNEN und Dr. Werner Pfeil [FDP]) Mit Blick in Ihre Reihen wundert es aber auch niemanden, dass Sie kein Problembewusstsein für Vielfalt und Diversität haben. Das Sein bestimmt eben manchmal schlichtweg das Bewusstsein, wie man sieht, wenn man in Ihre schlecht gelaunten Reihen guckt, liebe Kolleginnen und Kollegen. Zweitens. Die Menschen können und dürfen in unserem Land sprechen, wie sie wollen. Das muss im Rahmen des Rechts, also im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, geschehen. Aber sie können sprechen, wie sie wollen. Verbote oder Gebote sind mir nicht bekannt und wohl auch keinem anderen hier im Raum. Frau Kollegin Wendland hat darauf hingewiesen: Sprache verändert sich, seitdem es Sprache gibt. Die einzige Ausnahme ist, wie ich einmal gelernt habe, die isländische Sprache, die tatsächlich sehr stabil ist. Sind Sie vielleicht am Ende diejenigen, die hier für Verbote plädieren? Sind Sie vielleicht die einzige Verbotspartei, die einzige echte Verbotspartei in diesem Parlament? (Beifall von der SPD) Sind Sie es vielleicht, die uns einen kulturellen Mainstream verordnen wollen? Ich will diese Frage einmal in den Raum stellen. Landtag Am Ende sind Sie also die Verbotspartei, weil Sie eine sprachliche Vielfalt verbieten wollen. Das ist am Ende Einfalt. Es richtet sich nämlich gegen die Freiheit der Menschen. Nehmen Sie sich insofern einfach einmal selbst beim Wort und lassen die Menschen so sprechen, wie sie es wollen. So unaufgeregt kann diese Debatte manchmal sein. Das passt Ihnen aber nicht, weil Sie eigentlich eine Welt wollen, die in die wenigen Quadratmeter Ihres begrenzten Mindsets passt. So bleibt am Ende die Erkenntnis, dass nur eines gerettet werden muss, und zwar Deutschland und Nordrhein-Westfalen vor Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen. – Herzlichen Dank und Glück auf! (Beifall von der SPD und Dr. Werner Pfeil [FDP])

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