Dr. Christos Katzidis
Ich schließe mich den Kollegen an, die das ablehnen möchten. Normalerweise würde ich sie zulassen, aber mit Blick auf den Umstand – Sie haben es selbst schon gesagt –, dass Sie in der Sache schon das dritte Mal am Redepult standen und unsere Lebenszeit immer und immer wieder mit Dingen verschwenden, die überhaupt nichts zur Verbesserung von irgendwelchen Situationen beitragen, sondern nur mit Ihrem Populismus zu tun haben, ist es für uns wichtiger, dass wir uns mit den wirklich wichtigen Dingen beschäftigen. Im innenpolitischen Bereich sind dies zum Beispiel die aktuellen Situationen bei häuslicher Gewalt, bei den Körperverletzungsdelikten und bei den Angriffen und Widerständen gegen unsere Staatsbediensteten. Das sind die wichtigen innenpolitischen Themen, aber nicht die Nennung der Herkunft oder der Nationalität in Pressemitteilungen. Dazu, wie es wäre, wenn man es so umsetzen würde oder müsste, wie Sie es wollen, was den Migrationshintergrund und den Umstand angeht, wer wo in welchen Pressemitteilungen zu nennen ist, nenne ich Ihnen ein konkretes Beispiel. Wenn ich beispielsweise straffällig werden würde, dann müsste man bei mir in der Pressemitteilung den Migrationshintergrund nennen. Denn mein Vater war Gastarbeiter aus Griechenland. Ich bin in Düsseldorf geboren, ich bin hier groß geworden, ich spreche nicht einmal fließend Griechisch, sondern mag nur griechisches 25.05.2023 Essen gern. Dann wird in einer Pressemitteilung ein Migrationshintergrund genannt, obwohl ich hier groß geworden bin und das mit der Sache überhaupt nichts zu tun hat? Das zeigt doch, wie absurd Ihre Forderungen sind. (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP) Deshalb werden wir auch nicht die zur Verfügung stehende Redezeit ausschöpfen. Wir können den Antrag gerne in den Innenausschuss überweisen, wo wir ihn aber ganz sicher ablehnen werden. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
