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Ina Brandes

30.03.2023 Sitzungen 18/28

Liebe Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Übergang von der Schule ins Studium ist ein Schlüsselmoment für den Bildungserfolg, denn er beeinflusst, wie erfolgreich ein Studium begonnen und auch abgeschlossen wird. Deswegen ist es richtig und wichtig, dass die Landesregierung dieser sensiblen Phase im Leben junger Menschen besondere Aufmerksamkeit schenkt und Schülerinnen und Schülern die individuellen Unterstützungsmöglichkeiten bietet, die sie für einen reibungslosen Übergang in ein erfolgreiches Studium brauchen. Um allen Jugendlichen und vor allen Dingen denjenigen aus der ersten Akademikergeneration dabei zu helfen, ihr Potenzial zu entfalten, und ihnen Mut zu machen, ein Studium aufzunehmen, werden wir das sehr erfolgreiche Talentscouting stärken und weiter ausbauen. Ich bin sehr froh darüber, wie erfolgreich dieses Programm ist. Ich glaube sehr daran, dass es vielen weiteren Menschen gerade aus bildungsfernen Familien dabei helfen kann, erfolgreich ein Studium aufzu-Landtag nehmen. Ich danke allen herzlich, die sich so engagiert an diesem Programm beteiligen. Mit dem Ausbau der zentralen Studienberatungsstellen und der Finanzierung von Beratungsangeboten für Studienzweifler und potenzielle Studienaussteiger haben wir die Strukturen der Beratung und Studienvorbereitung nachhaltig und dauerhaft gestärkt. Mit der Onlineselbsteinschätzung „Sprache und Text“ sowie dem WINT-Check Mathematik stellen wir Studienanfängerinnen und Studienanfängern zwei bundesweit einmalige Angebote zur Überprüfung ihrer Vorkenntnisse für die Studieneingangsphase zur Verfügung. Passend dazu werden Kurse angeboten, um rechtzeitig vor Studienbeginn fehlende Kompetenzen nachzuholen. Die Landesregierung will daneben auch die Chancen von KI für die Studieneingangsphase nutzen und fördert daher Programme wie „Adaptiertes Lernen in der Studieneingangsphase“ oder ein begleitendes virtuelles nulltes Semester. Weil für ein gutes Studium eine gute Betreuung unerlässlich ist, setzen wir uns zudem gezielt für die weitere Verbesserung der Betreuungssituation an unseren Hochschulen ein. So erhalten die Hochschulen mit dem Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“, den wir dynamisieren konnten, langfristige Planungs- und Finanzierungssicherheit. Zusätzlich sind die Qualitätsverbesserungsmittel deutlich erhöht und so den Hochschulen mehr Spielraum für Dauerstellen gegeben worden. Meine sehr verehrten Damen und Herren, nie war die finanzielle Ausstattung der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen so gut wie jetzt. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Die aktuelle Absolventenbefragung belegt die Güte der Hochschullehre in Nordrhein-Westfalen. Mehr als zwei Drittel der Hochschulabsolventinnen und -absolventen sind mit dem Studium insgesamt zufrieden, was insbesondere auf die hohe didaktische und fachliche Qualität der Lehre zurückzuführen ist. Darüber hinaus unterstützt die Landesregierung auch die Schulen dabei, zeitgemäße Formen der Leistungsüberprüfung einzubeziehen. So hat das Ministerium für Schule und Bildung einen Handlungsleitfaden zum Umgang mit textgenerierenden KI-Systemen veröffentlicht. Das entspricht auch der gängigen Praxis in Prüfungen, alle drei Anforderungsbereiche, Reproduktion, Transfer und Reflexion, zu berücksichtigen. Sie sehen, wir gestalten den Übergang von der Schule an die Hochschule mit vielfältigen Maßnahmen und tragen damit Sorge für beste Studienvoraussetzungen in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen unserer Fachkräfteoffensive werden wir diesen Weg sehr konsequent weitergehen. – Vielen Dank. 30.03.2023 (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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