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Julia Eisentraut

GRÜNE 30.03.2023 Sitzungen 18/28

Ich wundere mich außerdem über Ihre Forderung zur Qualität der Lehre. Die Orientierung der Hochschullehre an den Bedürfnissen der Studierenden ist ohne Frage wichtig. Wie sieht Ihr konkreter Vorschlag jenseits von Qualifizierung durch die hochschuldidaktischen Zentren im Rahmen der Hochschulautonomie aus? Schon heute sind die Fortbildungen auf Studierendenzentrierung aus. Das alles, von Kompetenzorientierung bis Flipped Classroom, ist bereits heute ein Schwerpunkt der hochschuldidaktischen Weiterbildung. Bei den letzten beiden Forderungen frage ich mich, wann Sie zuletzt in die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz geschaut haben. Die KMK definiert seit mindestens 20 Jahren Bildungsstandards mit einem Kompetenzmodell. Ich überlasse es an dieser Stelle Landtag den Zuhörer*innen, zu bewerten, ob das jetzt so modern und neu ist. Bekannt ist auch, dass die Ansprüche der Hochschulen deutlich über dem liegen, was die Schulen im Endeffekt zu leisten vermögen. Die Debatte ist schon alt. DER SPIEGEL schrieb im Jahr 2002: „Das Abi war einmal der Garantieschein für eine sichere Zukunft. Doch heute sprechen Professoren den meisten Abiturienten die Studierfähigkeit ab. Viele wollen sich die Erstsemester künftig selbst aussuchen. Die Schule muss dagegen nicht nur die Prüfungen, sondern auch sich selbst grundlegend reformieren.“ Auch Ihre Forderung nach fächerverbindendem Lernen ist nicht neu. Schüler*innen sollen so selbstständig lernen, zu lernen. Schüler*innen lernen das heutzutage im Fachunterricht in allen Fächern. Schon in der 5. Klasse müssen sie selbstständig Themen erarbeiten und präsentieren. Man kann also zusammenfassen: Der Antrag ist zu einer Hälfte abgeschrieben und zur anderen überaltert. Aber vielleicht können wir ja im Ausschuss in der Diskussion noch ein paar gute Punkte darin finden. – Danke schön. (Beifall von den GRÜNEN)

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