Christof Rasche
Vielen Dank. – Für die Landesregierung spricht nun Minister Krischer. Bitte sehr. Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr: Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu dem Antrag ist alles gesagt worden. Ich schließe mich den Vorreden ausdrücklich an. Die Landesregierung hält es nicht für zielführend, Biodiversitätsschutz und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen; das sind zwei Seiten einer Medaille. Ich bin Herrn Dr. Nolten – das sage ich ausdrücklich als Hobbyornithologe – ausgesprochen dankbar, wie er eben gut verständlich erläutert hat, wie die Klimakrise dazu führt, dass der Bestand des Kuckucks in unserem Land abnimmt, weil diese Tiere infolge der Klimaveränderungen hier nicht mehr überleben können. Allein dieses eine Beispiel einer Vogelart, die jeder von uns kennt – die aber wahrscheinlich die wenigsten hier im Raum schon einmal gesehen haben, weil man ihn meist nur hört, wenn es ihn überhaupt noch gibt, ihn aber selten sieht – zeigt, dass Klimaschutz und Biodiversitätsschutz nicht voneinander zu trennen sind. Im Übrigen müssen wir uns selbstverständlich auch über invasive Arten unterhalten. Es wurde erwähnt: Wir haben mit 40 Arten ein Problem, um die wir uns kümmern müssen. Dafür ist ein Instrumentarium geschaffen worden. Es ist aber nicht so, wie es der Antrag suggeriert – das kennt man ja auch aus anderen Debatten –, dass offensichtlich mit Wanderungen insgesamt ein Problem besteht. Selbstverständlich wandern Tiere über Grenzen und Kontinente hinweg; das ist völlig normal. Tiere nutzen unsere Erde global und über nationale Grenzen hinweg. Damit scheint die antragstellende Fraktion ein Problem zu haben. (Heiterkeit von Tim Achtermeyer [GRÜNE]) Deshalb sollten wir diese Debatte nicht weiterführen, sondern auf Basis des Antrags der Koalitionsfraktionen, der die richtigen Akzente setzt, in den Ausschussberatungen die nötigen sachlichen Diskussionen führen, worauf ich mich freue. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
