Marco Schmitz
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Kollegin Schneider, ich freue mich, dass du wieder hier im Plenum bist, auch wenn wir jetzt nicht mehr als Koalitionspartner zusammenarbeiten. Aber umso mehr freue ich mich und bin sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit gespannt. Schön, dass du wieder mit dabei bist, Susi. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Ich komme zu unserem Antrag. Die Folgen des globalen Klimawandels gehören inzwischen für uns alle zum täglichen Leben. Wie wir alle wissen, beeinträchtigten die Folgen des Klimawandels zunehmend die Gesundheit der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland. Wetterextreme, steigende Durchschnittstemperaturen und mildere Winter führen zu einer Verschärfung von Allergien und einer Ausbreitung von Krankheitsüberträgern. Besonders vulnerable Personengruppen und Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status sind davon betroffen und müssen besonders geschützt werden. Als schwarz-grüne Zukunftskoalition in Nordrhein-Westfalen sehen wir es als unsere Verantwortung an, die Bekämpfung der Klimakrise als Ursache für diese gesundheitlichen Gefahren in den Fokus zu rücken. Dazu gehört auch die Anpassung der bestehenden Strukturen im Gesundheitswesen an ein verändertes Krankheitsspektrum und ein erhöhtes Patientenaufkommen. Doch nicht nur die Gesundheitsvorsorge muss sich an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen, sondern auch der Gesundheitssektor selbst trägt mit über 5 % des bundesweiten CO -Ausstoßes erheblich zur Klimakrise bei. Um den Zielen der Klimaneutralität im Gesundheitswesen und insbesondere im 25.01.2023 Krankenhaussektor näherzukommen, müssen wir klimaschädliche Emissionen, Verschmutzungen, Abfall und Ressourcenverbrauch reduzieren. Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. NRW macht sich auf den Weg zu einer klimagerechten Gesundheitsversorgung. Damit widmen wir uns einem Schwerpunkt der schwarz-grünen Zukunftskoalition in Nordrhein-Westfalen. Wir wollen die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Gefahren, die durch den globalen Klimawandel entstehen, schützen. Im Rahmen der Landesgesundheitskonferenz im Oktober letzten Jahres setzten sich alle beteiligten Akteure im Gesundheitswesen ein wichtiges Ziel: das Gesundheitswesen auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten und die dazu notwendigen Instrumente zu schaffen. Wie sehen diese Instrumente nun aus? Ich möchte an dieser Stelle einige Beispiele nennen: Energiesparmaßnahmen an Gebäuden umsetzen und erneuerbare Energien nutzen, Arbeitsplätze klimagerecht ausgestalten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine klimagerechte Mobilität sensibilisieren und Anreize dafür schaffen, die Aus- und Fortbildung in den Gesundheitsberufen um das Wissen und die Gesundheitsgefahren des Klimawandels erweitern, die Kommunen beim Klimaschutz und der Klimaanpassung unterstützen, etwa bei der Konzeption und der Umsetzung von Hitzeaktionsplänen. (Beifall von der CDU)
