Rainer Schmeltzer
Herr Minister. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Jetzt wollen wir erst mal davon ausgehen, dass es im Herbst nicht wieder zu Schulschließungen kommen wird. Alle Varianten, die wir zurzeit kennen, würden, glaube ich, keine Schulschließungen rechtfertigen. Es ist auch so, dass sicherlich auch die Quarantäneregelungen im Vergleich zu vorher sehr viel differenzierter sein können. Es stellt sich die Frage, bei welcher Variante und in welchem Umfang überhaupt wieder ein flächendeckendes Testregime eingeführt werden würde. Auch das müssen wir gemeinsam überlegen. Aber dass das im Koalitionsvertrag nicht ausgeschlossen wird, ist doch logisch. Wir wissen doch auch nicht, was auf uns zukommt. Kein Mensch auf dieser Erde weiß, mit was für einer Variante – mit welchen gesundheitlichen Auswirkungen – wir es irgendwann zu tun haben werden. Das weiß wirklich keiner. Ich glaube, dass sehr viel dafür spricht, dass die Varianten beherrschbar bleiben. Der Expertenrat hat im Gutachten vom 8. Juni drei Szenarien aufgestellt. Aber trotzdem kann man es nicht ausschließen. Ich habe das schon bei Ihrer Frage eben beantwortet: Ich glaube, dass die Fragen von Schulschließungen und Kindergartenschließungen in einer Coronaschutzverordnung von der Landesregierung heute wesentlich differenzierter und vorsichtiger gesehen werden als vielleicht in der ersten Hälfte der Coronapandemie.
