Vanessa Behrendt
Unsere Kinder schützen - nein zur frühkindlichen Sexualisierung!
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Heimliche Doktorspielräume in Kitas! Staatliche Masturbationsratgeber für Kleinkinder! Fremde Männer, die sich an Ihren Kindern reiben, und das alles ohne Wissen der Eltern! Davor habe ich Sie im September gewarnt. Während ich zu Ihnen gesprochen habe, haben Sie alles Mögliche getan, nur nicht zugehört. Obwohl es um die Seelen von Kindern geht, haben Sie gleichgültig an Ihren Bildschirmen herumgespielt, sich miteinander unterhalten, und Sie haben laut gelacht. Als Mutter muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen: Ich finde das beschämend. Ich frage mich--- Ich frage mich: Wenn ich Ihnen morgen außerhalb dieses Parlaments von einem Kind in der Schule oder in der Kita erzählen und sagen würde: „Bitte helfen Sie mir--- Ich frage mich: Wenn ich Ihnen morgen außerhalb dieses Parlaments von einem Kind in der Schule oder in der Kita erzählen und sagen würde: „Bitte helfen Sie mir, dieses Kind ist in Gefahr!“, würden Sie dann genauso reagieren und diese Gleichgültigkeit an den Tag legen oder gar mit Belehrungen kommen, das wäre doch alles Unsinn, und ich sollte das gefälligst unterlassen? Ja, das ist beschämend. Bitte etwas mehr Gelassenheit hier in diesem Saal! Die Rednerin hat das Wort. Bitte! Danke. Wenn dann herauskommt, was diesem Kind angetan wurde, würden Sie dann sagen, sie wussten zwar Bescheid, aber tun, tja, tun konnten Sie natürlich nichts, weil die Warnung ja von der AfD kam. Beim Schutz von Kindern sollten wir alle im selben, im einzig richtigen Team spielen. Anstatt uns zuzuhören, werfen Sie uns vor, dass wir die Reden bei YouTube hochladen. Dort wurde meine Rede über Kinderschutz über 100.000-mal aufgerufen. Es gab Hunderte Kommentare. Und ich war erschüttert, was ich da gelesen habe. Eine Person schreibt – ich zitiere mit Erlaubnis der Präsidentin –: Ich habe geweint bei der Rede, bin selbst Opfer gewesen und bekomme gerade eine Traumatherapie, nachdem ich das jahrelang verdrängt hatte. Ein anderer, ein männlicher Zuschauer, schreibt: Ich bin mit neun Jahren missbraucht worden und leide bis heute. Und weiter: Ich will gar nicht wissen, wie es Kindern geht, die sich wiederholt dem ausgesetzt sehen. Die heftigen Spätfolgen werden kommen, egal, wie gut die Verdrängung erstmal klappen mag. Leider muss man feststellen: Die Verdrängung klappt hervorragend – zumindest bei Ihnen hier. Keiner von Ihnen hat sich von dem Sexualratgeber von WHO und BZgA distanziert. Keiner! Und was ist seitdem passiert? Vor wenigen Tagen wurde ein weiterer Ratgeber in der Wohnung eines Pädophilen gefunden, eine 170 Seiten starke Schritt-für-Schritt-Anleitung zum systematischen Missbrauch von Kindern. In Ihrer Rede sagte Frau Ramdor von der CDU, Doktorspielräume wären ja eh schon längst verboten. Und hinterher kommt raus: Stimmt gar nicht! Ich fragte daher im Ausschuss: Warum gibt es kein Verbot? Die Antwort: Man bräuchte kein Verbot, weil das völlig überlastete Kita-Personal ja so toll geschult wäre. Und was ist seitdem passiert? In einer Kita in NRW, wo die CDU gemeinsam mit den Grünen regiert, flog ein Masturbationsraum für Kleinkinder auf. Aufgedeckt von der dortigen AfD! Die Eltern wussten von nichts – und Herr Bajus scheinbar auch nicht. So wie beim ersten Aufkommen von Original Play, dem sogenannten Spielkonzept, bei dem fremde Männer in die Kita kommen, um mit den Kindern zu kuscheln. Warum folgen Sie nicht den sieben Bundesländern, die Original Play bereits verboten haben? Ein kleiner Teil von mir hofft noch immer, dass wenigstens die Eltern unter Ihnen das Richtige tun. Ich bitte Sie daher: Stimmen Sie unserem Antrag zu – für unsere Kinder! Vielen Dank. Vielen Dank. Der nächste Redner ist aus der Fraktion der SPD, der Kollege Herr Gäde. Bitte schön! Der Redner hat jetzt das Wort.
