Eva Viehoff
Von der Praxis ins Herz der Region: Kinderärzte vor Ort stärken
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Ramdor, normalerweise vor allem auch in den Beratungen über das NGG sind Sie eine große Quotenverneinerin. Wenn es Ihnen passt, finden Sie Quoten aber doch richtig, in diesem Fall eine Kinderärztequote. Mit meiner Zwischenfrage wollte ich Sie gerne daran erinnern, dass das Medizinstudium grundsätzlich bis zum Abschluss des PJ ein allgemeines Studium ist. Die mögliche Ausnahme ist, dass eines der drei Tertiale des PJ in einem Wahlfach absolviert werden kann. Ihr Antrag regt ja an, dass dieses Wahl-PJ auch im Bereich der Pädiatrie abgeleistet werden kann. Darüber kann man sicherlich nachdenken. Von den jungen Menschen, die unbedingt Medizin studieren wollen, sind 70 % Frauen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir zwar immer mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden, aber im System nicht die Vollarbeitszeit erreichen: aufgrund von Fragen wie der Vereinbarkeit von Familie und medizinischem Beruf. Das können Sie sich gerne mal angucken. Und wenn Sie schon etwas für die jungen Menschen, die Medizin studieren wollen, tun wollen, dann setzen Sie sich nicht für zusätzliches Geld im PJ im Wahlpflichtfach Pädiatrie ein, sondern überlegen Sie einmal, wie man die Arbeit im PJ so bezahlt, dass junge Ärztinnen und Ärzte auch davon leben können! Frau Ramdor möchte antworten. Bitteschön! Sie haben das Wort. Anderthalb Minuten. Vielen Dank. - Der Kollege Holsten wird Sie sicherlich ganz herzlich einladen, mal in seinen Wahlkreis zu kommen und dort die Avatarpraxis in Scheeßel zu besuchen; dort können Sie sich das nämlich genau anschauen. Dort arbeiten Personen telemedizinisch in einer Avatarpraxis,
