Eva Viehoff
Verlässliche Arzneimittelversorgung in Niedersachsen endlich herstellen
äsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich bin jetzt, glaube ich, neben dem Minister diejenige, die Sie vom Feierabend abhält. Deshalb möchte ich das alles, was meine VorrednerInnen gesagt haben, nicht noch einmal wiederholen. Ich würde der AfD nur mal raten: Bevor Sie Anträge stellen, gucken Sie gegebenenfalls mal, was schon alles auf den Weg gebracht wurde! Die AfD lässt hier den Eindruck entstehen, dass das Problem zu 100 % gelöst ist, wenn man etwas tut, und die Antibiotika dann aus Celle oder aus dem Harz oder sonst woher kommen. Das ist deutlich komplizierter. Es ist erkannt. Ich will das jetzt nicht noch einmal wiederholen. Es ist sowohl auf Landesebene, auf Bundesebene als auch es tut mir leid, liebe AfD, dass ich das sagen muss - auf Europaebene erkannt. Ohne Europa werden wir die Resilienz bei den Medikamenten und schon gar nicht alleine in Niedersachsen erreichen können. Nationale und regionale Alleingänge bringen da überhaupt nichts, weil wir trotz allem nicht zu 100 % alle Rohstoffe in Niedersachsen herstellen können. Deshalb müssen wir mit allen zusammenarbeiten, nämlich mit dem Bund und mit Europa. Dieser Weg wird beschritten. Die Versorgungssicherheit ist schon zum Zeitpunkt der Antragstellung deutlich besser gewesen. Das Problem beim Kinderfiebersaft hat sich tatsächlich etwas verbessert. Wir arbeiten doch daran. Es ist eine Diversifizierung von Lieferketten. Wir wissen, dass wir das tun müssen, und sind auf dem Weg. Nur, ehrlich gesagt: Ihre enge nationalistische Perspektive wird dieses zutiefst europäische Problem nicht lösen. Für die Sicherung unserer Gesundheitsversorgung braucht es wirklich mehr als bloße Symbolpolitik. Es erfordert Entschiedenheit, Reichweite und die bereits laufende europäische Zusammenarbeit. Herzlichen Dank.
