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Pippa Schneider

GRÜNE 21.05.2025 2:06 min Tagungsabschnitte 19/25

20. Eingabenübersicht

Bitteschön! Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Matthias Domaschk wäre im Juni dieses Jahres 68 Jahre alt geworden. Er starb aber mit 23 im April 1981 in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Gera: ein bis heute nicht restlos geklärter Todesfall. Warum ich Ihnen das jetzt erzähle? Weil der Journalist Peter Wensierski ein Dokumentarbuch über genau diesen Todesfall geschrieben hat und ich letzte Woche an einer Lesung daraus teilnehmen durfte. Ich muss sagen, dass mich das sehr berührt hat. Das hat mir noch einmal deutlich gemacht, dass die Geschichte der DDR eben noch nicht vollständig aufgearbeitet ist und dass unter anderem hierzu eine Menge wissenschaftliche Forschung notwendig ist - Forschung zur DDR-Diktaturgeschichte und zur ostdeutschen Transformation. Deswegen bin ich mehr als froh, dass unsere niedersächsischen Hochschulen hier ihren Beitrag leisten. In Hannover gibt es beispielsweise am Institut für Didaktik der Demokratie einen Schwerpunktbereich zu Nationalsozialismus und Diktaturerfahrung. Hier wird zu verschiedenen Diktaturen geforscht und eben auch zur DDR-Geschichte. Wir als Landespolitik ermutigen Hochschulen gern, an diesem Thema zu arbeiten. Aber wir wollen und wir können das nicht vorschreiben. Denn auch die Hochschulautonomie ist ein hohes Gut. Die Hochschulen und auch der Lehrstuhl in Hannover entscheiden im Rahmen der Wissenschaftsfreiheit eigenständig, in welchen Themengebieten sie ihre Forschung durchführen. Und da vertrauen wir ihnen als Politik vollkommen.

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