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Harm Rykena

AfD 13.12.2023 5:08 min Tagungsabschnitte 19/12

Das PISA-Desaster ernst nehmen - unsere Kinder vor rot-grünen Bildungsexperimenten schützen

Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Selbstverständlich stehen die Pisa-Ergebnisse in einem komplexen Zusammenhang. Trotzdem gibt es zwei eindeutig identifizierbare Hauptgründe für das desaströse Abschneiden der deutschen Schüler bei Pisa. Da die AfD den ersten Punkt immer nicht ansprechen darf, zitiere ich aus der WELT am Sonntag, die zu diesen Ergebnissen Folgendes schrieb: „Der Zusammenhang mit der Massenmigration ist so offensichtlich, dass ihn allmählich auch die Schönfärber, die Verdränger und die Illusionisten nicht mehr bestreiten können.“ „Sie versuchen stattdessen, ihn einfach nicht zu erwähnen.“ Dieses Vorgehen konnte man in Ansätzen eben auch schon beobachten. Es ist nun aber so, dass in Niedersachsen bereits heute etwa 40 % der Schüler einen Migrationshintergrund aufweisen - Tendenz stark steigend. In Bremen sind es übrigens schon über 60 % und in den größeren niedersächsischen Städten übrigens auch. Diese gewaltige Zahl von Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, steigt und steigt, und das hat massive Auswirkungen auf den Unterricht. Für diesbezügliche Entlastung der Schulen könnte allenfalls Berlin sorgen. Die Ampel verweigert sich jedoch in diesem Zusammenhang und möchte die Grenzen nach wie vor auch für den Familiennachzug offenhalten. So wird sich das Problem in den kommenden Jahren noch verschärfen und nicht, wie Frau Lansmann sagte, erledigen. Kommen wir zum nächsten Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler. 2002, nach dem ersten Pisa-Schock, wurden umfangreiche Reformen im deutschen Schulsystem angeschoben, mit dem Ergebnis, dass heute deutsche Schüler schlechter dastehen als je zuvor. 2002 ‑ ich erinnere mich noch sehr gut daran ‑ wurde für uns an der Schule der damalige Pisa-Gewinner Finnland, der eben auch wieder genannt worden ist, als Vorbild auserkoren. Die dortigen Schulreformen galten als unglaublich gut und wurden jeder deutschen Schule vor die Nase gehalten: So müsst ihr es machen! - Zum Beispiel längeren gemeinsamen Unterricht, wie das in Finnland sei. Finnland jedoch legte in den Pisa-Studien der Jahre danach einen noch größeren Absturz hin als Deutschland und schneidet heute nur noch unwesentlich besser ab als wir. Wie ist das denn zu erklären? Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Der damalige Pisa-Gewinner hatte im Jahr 2002 seine hochgelobten Schulreformen erst kurz zuvor begonnen. Das finnische Erfolgswunder hatte seinen Ursprung also in der Zeit vor den Reformen. Das alte finnische Schulsystem hatte sich übrigens in großen Teilen an dem der DDR orientiert. Nachdem die Reformen der Jahre um 2000 in Finnland zu wirken begannen, begann auch der Abstieg des einstigen Bildungsprimus - eine Analogie zu Deutschland. Auch in Deutschland können wir beobachten, dass die eifrigsten Verfechter eines „modernen“ Schulsystems, nämlich Bremen und Berlin, regelmäßig die unteren Plätze in den nationalen Bildungsrankings belegen. Ich weiß eigentlich gar nicht, warum die SPD und vor allem die Grünen für sich in Anspruch nehmen, sie hätten eine sehr große Kompetenz in Bildungsfragen. Dabei zeigt sich seit Jahrzehnten, dass sie es eben nicht können. Überall dort, wo links-grüne Regierungen das Sagen hatten, geht der Bildungsverfall schneller, überall dort, wo eher konservativ gehandelt wurde, wo die Reformen nur teilweise oder gar nicht umgesetzt wurden, in Sachsen oder Bayern etwa, geschah das langsamer - und das ist empirisch nachweisbar. Nun beginnen also wieder die Diskussionen, wie nach dem aktuellen Pisa-Desaster zu verfahren sei. Die ersten bereits bekannten Forderungen haben wir eben auch schon wieder gehört: Wir brauchen mehr multiprofessionelle Teams, wir brauchen mehr gemeinsames Lernen, wir brauchen ... - Nein! Das brauchen wir alles nicht. Das wäre nur noch mehr von der Medizin, die uns bereits krankgemacht hat. Damit muss endlich Schluss sein. Wir sollten uns endlich auf das besinnen, was unsere Bildung einmal weltweit vorbildlich gemacht hat. Das ist auch die Position der AfD. Statt Multikulti, Gleichmacherei und sinnentleerter Kompetenzen müssen wieder klassische Bildung, Wissen, Leistung und Disziplin Einzug in unsere Schulen halten. Das ist ein ausgesprochen konservativer Ansatz. Den könnte man auch mit den Worten von Friedensreich Hundertwasser ausdrücken: „Wenn man vor dem Abgrund steht, dann ist der Rückschritt ein Fortschritt.“ Vielen Dank.

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