Sina Maria Beckmann
Tourismusdestinationen in Niedersachsen unterstützen und konkurrenzfähig im Ländervergleich aufstellen
Sie haben das Wort. Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mit diesem Antrag zeigt die AfD einmal mehr: Wirtschaft verstehen Sie so gut, wie Ebbe die Flut aufhalten kann. Tourismus ohne Klimaschutz und mit pauschalen Zuschüssen - das ist kein Zukunftsmodell, das ist eine Einladung zur Pleite, meine Damen und Herren. Im ersten Antrag möchten Sie die Förderung vereinfachen, indem Sie einfach den Klimaschutz aus der Richtlinie streichen. Das ist ungefähr so, als würde man in Wattwanderschuhen die Sohlen weglassen. Man kommt vielleicht schneller los, aber man sinkt auch gleich wieder ein. Nachhaltiger Tourismus ohne Klimaanpassung ist wie Ostfriesentee ohne Kluntje, meine Damen und Herren. Gerade Niedersachsen wird künftig vom sogenannten Coolcation-Boom profitieren, also von Menschen, die wegen der Hitze anderswo zu uns in die kühleren Regionen kommen an die Küsten, in die Wälder und diese als Urlaubsziel wählen. Wer da Klimaschutz streichen will, der schadet unserer niedersächsischen Wirtschaft. Der zweite Antrag will jedem touristischen Gebiet pauschal 250 000 Euro zuschieben völlig unabhängig von Konzept, Bedarf oder Qualität. Das ist kein durchdachtes Förderkonzept, sondern das ist Gießkanne XXL. Wir Grüne stehen für nachhaltige Investitionen in den Tourismus, damit Wangerooge, der Oberharz und Osnabrück auch morgen noch lebenswert und attraktiv bleiben. Darum lehnen wir beide AfD-Anträge ab. Unser Land ist kein Hochglanzprojekt, sondern eine lebendige Heimat mit Zukunft. An dieser Stelle wünsche ich meiner Kollegin Tamina Reinecke noch gute Besserung. Vielen Dank. Vielen Dank, Frau Beckmann. - Die nächste Wortmeldung kommt
