Ansgar Georg Schledde
Niedersachsens Energiepotenzial effizient nutzen - die Herausforderungen von Energie, Industrie und Fläche lösen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Niedersachsens Energiepotenzial und die damit einhergehenden Herausforderungen im Hinblick auf Energie, Industrie und Fläche können Sie optimal lösen: durch Kernkraft - hohe Energiedichte bei geringem Flächenbedarf, ca. 1 km² für 1 GW Leistung, zuverlässig, preiswert und zeitgemäß, hohe Jahresvolllaststundenzahlen mit über 8 000 Stunden. Einfach unschlagbar! Sie aber gehen einen anderen Weg: wetterabhängig erzeugter Zappelstrom, geringe Energiedichte Ihrer Krafttürme und Solaranlagen bei gleichzeitig hohem Flächenbedarf für die Stromerzeugung, Jahresvolllaststunden im Mittel ca. 1 900 Stunden ‑ unzuverlässig, ressourcenintensiv, grüne Ideologie halt. Dann trifft es sich für Sie ganz gut, wenn die HAZ titelt: „Niedersachsen deckt eigenen Stromverbrauch erstmals komplett durch erneuerbare Energien ab“. Das ist leider nicht ganz so. Erst mal ist nichts gegen diese Erkenntnis einzuwenden, wenn man die jährliche, wetterabhängiger erzeugte Menge an Strom als Ausgangspunkt für den jährlichen Stromverbrauch in Niedersachsen zugrunde legt. Dies bedeutet aber nicht, wie der Zeitungsartikel unterstellt, dass die wetterabhängig erzeugte Menge an Zappelstrom dann auch tatsächlich die jeweilige Tageslast, also den Bedarf, vollumfänglich zu jeder Tageszeit abdecken könnte. Das tut sie nämlich nicht. Auch Ihre Erkenntnis, dass Deutschland einen erheblichen Energiebedarf hat, dass unsere eigene Energiegewinnung zur Bedarfsdeckung auf absehbare Zeit nicht ausreichen wird, ist ja lediglich der Tatsache Ihrer unsinnigen Energiewende einhergehend mit Ihrer gesamten Politik geschuldet. Wer dem Bürger Wärmepumpen und E‑Autos vorschreibt, braucht nichts anderes zu erwarten. Sie führen weiterhin aus, dass die Infrastrukturvorhaben für Ihre Energiewende mit einem erheblichen zeitlichen, personellen, finanziellen und materiellen Planungsverfahren verbunden sind. Wie Sie die Beschleunigung unter den Aspekten Fachkräftemangel, stetig steigende Rohstoffkosten und Bürokratiewahnsinn stemmen wollen, bleibt alleine Ihr Geheimnis. Wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass eine Windenergieanlage mit einer Nennleistung von 5 MW ungefähr 9 Millionen Euro kostet, Sie die Anzahl der Windenergieanlagen in Niedersachsen verdoppeln wollen und damit alleine Investitionskosten in Höhe von ca. 50 Milliarden Euro anfallen, dann stellt sich die grundsätzliche Frage: Wie wollen Sie das schaffen? Ihren Grundsatz „Industrie folgt Energie“ kann man der täglichen Presseberichterstattung entnehmen. Miele, Ford, BASF, STIHL und viele andere energieintensive Großunternehmen und der Mittelstand verlagern ihre Produktionsstandorte ins Ausland. Das haben Sie mit Ihrer Politik geschaffen. Herzlichen Glückwunsch! Alles in allem kann man konstatieren, dass die Herausforderungen von Energieerzeugung, Industrie und Fläche gelöst werden können: durch Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke. - Vielen Dank.
