Vanessa Behrendt
Rechte und Schutz von Kindern stärken: Pubertätsblocker und Werbung für Geschlechtsumwandlungen untersagen
Vielen Dank. - Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Pubertätsblocker sind wie ein Tattoo im Gesicht. Manche werden damit glücklich, aber die meisten werden es eher früher als später bitter bereuen. Ein Tattoo im Gesicht mag zum Beispiel im Alkoholrausch wie eine ganz fantastische Idee klingen. Und das tun Pubertätsblocker im Hormonrausch für viele auch. Und Sie werden jetzt sagen, das kann man natürlich nicht miteinander vergleichen. Stimmt, es gibt in der Tat einen großen Unterschied zwischen einem Tattoo im Gesicht und Pubertätsblockern. Ein Tattoo im Gesicht würde kein Mensch, der sie noch alle beisammen hat, einem Kind erlauben. „Das gehört zu meiner Persönlichkeit." Trotzdem nicht. „Das ist nicht nur eine Phase." Trotzdem nicht. Und genau das, meine Damen und Herren, ist der Punkt: Wenn sich ein Zwölfjähriger „Skibidi" auf die Stirn tätowieren lassen möchte, sagt man zu Recht: Das wirst du bereuen. Aber wenn ein Zwölfjähriger sagt, er wäre im falschen Körper, dann sagen Sie: Wie mutig von dir! Hier sind die Spritzen, hier sind die Pillen, hier sind die Operationen. - Und was ist das bitteschön für eine Doppelmoral, meine Damen und Herren? Und nein, das ist nicht übertrieben, sondern untertrieben. Wir leben in einem Land, in dem die Regierung Pubertätsblocker auf offiziellen Websites bewarb. Sie wurden buchstäblich als „Pause-Taste" vermarktet, wenn man sich noch nicht für ein Geschlecht entschieden hätte. Pause-Taste klingt irgendwie so nach Netflix - kurze Pause und dann geht es weiter. Aber nach Pubertätsblockern gibt es eben kein Weiter. Pubertätsblocker richten massive und dauerhafte Schäden an. Fakt ist um nur ein Beispiel zu nennen: Pubertätsblocker lassen die Hoden schrumpfen. Eine klinische Studie aus den USA von 2024 belegt: Schon nach wenigen Monaten führt die Blockade der Pubertät mit GnRH-Analoga bei Jungen zu einer Atrophie des Hodengewebes. Ein ganz kurzer Zeitraum, in dem die Jungs zeugungsunfähig werden, obwohl sie eigentlich bloß Zeit gewinnen wollten; Zeit, in der sie darüber nachdenken wollten, für welches Geschlecht sie sich entscheiden möchten; Zeit also, die Sie ihnen versprechen, für eine Entscheidung, die Sie ihnen als möglich einreden. Nein, meine Damen und Herren, Pubertätsblocker sind keine Pause-Taste, sondern der Selbstzerstörungsknopf für Jugendliche. Transgenderismus ist die Flacherdenbewegung unserer Zeit, und Pubertätsblocker sind die Lobotomie des 21. Jahrhunderts. Transgender ist der gefährliche Irrglaube, seelische Probleme mit Spritzen lösen zu können. Und diese Ideologie geht von der irrigen Annahme aus, man könnte sein Geschlecht wechseln und dann weil das noch nicht irre genug ist: Kinder wären in der Lage, das für sich zu entscheiden. Teilweise werden Kinder, die sich noch nicht die Schnürsenkel binden können, als trans vorgeführt. Was ist das bitte für ein Wahnsinn? Meine Damen und Herren, hacken Sie sich von mir aus irgendwelche Körperteile ab, wenn es Sie glücklich macht. Aber bringen Sie bitte Kinder nicht auf solche Ideen! Denn genau das ist die Konsequenz Ihrer Regenbogenagenda. Fakt ist nämlich: 85 % der angeblichen Transkinder versöhnen sich nach der Pubertät mit ihrem Geschlecht - ohne Pillen, ohne Spritzen, ohne Skalpell, ganz von selbst, wie Gott sie geschaffen hat, zumindest dann, wenn Sie keine Pubertätsblocker verabreicht bekommen. 85 %! Diese Zahl kippt völlig, wenn Kinder Ihre Pubertätsblocker kriegen. Unfassbare 98 % dieser Kinder werden später gegengeschlechtliche Hormone einnehmen und transitionieren. Meine Damen und Herren, das zeigt auf erschütternde Weise: Pubertätsblocker sind die Einstiegsdroge in eine Form des Substanzmissbrauchs, deren Opferzahl heute noch gar nicht abschätzbar ist. Viele von Ihnen haben sich inzwischen zu Wort gemeldet. Die Transitioner sind Menschen, die Opfer Ihrer Genderagenda geworden sind. Sie haben Ihnen vertraut und sind jetzt bis an Ihr Lebensende verstümmelt. Der Albtraum, den Sie Ihnen eingeredet haben, gefangen im eigenen Körper zu sein, ist nun für immer ihre Realität. Es sind Menschen, die alles dafür geben würden, um in der Zeit zurückzureisen und niemals Pubertätsblocker zu nehmen. Doch es gibt im Leben weder Pause-Tasten noch Zurückspul-Tasten. Aber eine Vorschau kann ich Ihnen geben: In wenigen Minuten werden Sie das von uns geforderte Ende von Pubertätsblockern für Kinder ablehnen. In wenigen Monaten wird das unzählige weitere Kinder in unsägliches Leid stürzen. Aber in wenigen Jahren wird die AfD regieren. Dann werden Kinder wieder darin bestärkt, sich und ihr Geschlecht zu lieben. Frau Kollegin Behrendt, ich muss Sie einmal kurz unterbrechen, weil es den Wunsch nach einer Zwischenfrage gibt: der Kollegin Prell. Möchten Sie dem entsprechen? Nein, danke. Dann fahren Sie bitte fort! Dann werden Kinder wieder darin bestärkt, sich und ihr Geschlecht zu lieben. Dann haben Pubertätsblocker ein Ende. Dann wird den Opfern des Regenbogens endlich geholfen. Meine Damen und Herren, dass Sie unserem Antrag nicht zustimmen werden, ist mir bewusst; erst recht, nachdem Sie die Verteilung einer queeren Bücherkiste an alle städtischen Kitas in Hannover unterstützen, aus der den Kindern vorgelesen wird und in der es unter anderem um Trans-Teddies geht, die ihr Geschlecht wechseln möchten. Kinderbücher ab drei Jahren - alle städtischen Kitas in Hannover. Aber ich weiß, dass Ihr Votum unsere Regierungsübernahme abermals beschleunigen wird. Vielen Dank. Vielen Dank, Frau Kollegin Behrendt. -
