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Jan Bauer

CDU 19.06.2024 2:36 min Tagungsabschnitte 19/17

Jugendschutz stärken: kein Lachgas an Kinder und Jugendliche. Maßnahmen zur Prävention und Aufklärung ergreifen

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Antrag ist richtig, das Thema ist wichtig – aber leider zu spät. Bernhard Hoëcker und Wigald Boning haben es in ihrer Sendung beschrieben: „Nicht nachmachen!“ Das gilt heute insbesondere für die Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Am Kattenberge in Buchholz. Der Bund hat den Ball aufgenommen und arbeitet an einer einheitlichen bundesweiten Verbotsregelung für den Verkauf an Minderjährige. Andere Länder in Europa sind schon deutlich weiter. Wir hinken ein bisschen hinterher. In Großbritannien beispielsweise ist der Besitz von Lachgas seit Ende 2023 illegal. Dort und auch in den Niederlanden ist Lachgas als Droge eingestuft. Der Landkreis Helmstedt wurde als positives Beispiel benannt. Da schließe ich mich an. Das Thema hätte bereits seit Langem abgearbeitet sein müssen, damit das Geschäftsmodell nicht bundesweit Schule macht. In Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise ein „Lachgastaxi“. Auf der Internetseite der Firma wird mit folgendem Text geworben: „Ob an einem gemütlichen Abend unter Freunden, in einer stilvollen Lounge bei angenehmer Musik oder während einer aufregenden Clubnacht – Lachgas ist zusammen mit Alphagas auf dem Vormarsch, und unsere Kunden wissen die Zuverlässigkeit unserer Dienstleistung sowie die hohen Qualitätsstandards unserer Produkte zu schätzen.“ Auf einer anderen Webseite gibt es vom Anfängerpaket bis zur 4‑kg-Flasche alles, was das Herz begehrt. Legal wird dort für eine Substanz geworben, die nachweislich zu Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit führt. Lachgas wird oft als leichte Droge betrachtet, harmloser als viele andere illegale Substanzen. Diese Wahrnehmung kann dazu führen, dass Jugendliche und ihre Eltern die Risiken nicht ernst genug nehmen. Die scheinbare Harmlosigkeit verschleiert die echten Gefahren, die von dieser Substanz ausgehen. Deswegen müssen wir präventiv eingreifen, wir müssen aufklären, und wir müssen zu einem klaren Verkaufsverbot für Minderjährige und Jugendliche kommen. Als CDU-Fraktion werden wir die Antragsberatung im Ausschuss selbstverständlich konstruktiv begleiten und das Verkaufsverbot an Minderjährige unterstützen. Vielen Dank.

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