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Harm Rykena

AfD 23.03.2023 4:06 min Tagungsabschnitte 19/6

Digitalisierung als Chance - die Rahmenbedingungen für die digitale Schule jetzt verbessern!

Harm Rykena (AfD): Vielen Dank, Herr Präsident. - Sehr geehrte Damen und Herren! Die CDU legt hier, wie ich finde, einen richtig guten Antrag vor. Es stellt sich nur die Frage, warum sie all die Punkte nicht schon in der vergangenen Legislaturperiode angegangen ist. Die Umsetzung der Digitalisierung an den Schulen ist eine wahre Herkulesaufgabe und eine Querschnittsaufgabe noch dazu. Daher begnügt man sich im Antrag auch nicht mit einigen wenigen Vorschlägen, sondern man bildet in sage und schreibe 25 Einzelforderungen den gesamten Aufgabenbereich ab. (Lukas Reinken [CDU]: Ja, wir sind fleißig!) - Wie gesagt, ich finde, das ist ein guter Antrag. Ich will mich auf ein paar Aspekte beschränken, die mir am bedeutsamsten erscheinen. (Vizepräsidentin Sabine Tippelt übernimmt den Vorsitz) Die aktuelle Situation zeichnet sich dadurch aus, dass es den Schulen überlassen bleibt, ob und in welchem Umfang digitales Lernen Einzug erhält. Wie der Antrag richtigerweise ausführt, führt dieser Umstand zu großen Unterschieden zwischen den Schulen. Das hängt einerseits an der knappen Ressource Geld. Gibt es einen kompetenten Förderverein, oder betrifft es eine klamme Kommune oder Ähnliches? Andererseits - und das ist wahrscheinlich noch bedeutsamer - hängt das von der höchst knappen Ressource des IT-affinen beziehungsweise IT-kompetenten Personals ab, von dem es an den Schulen in der Regel immer noch viel zu wenig gibt. Vor allem Letzteres gerät in der aktuellen Diskussion viel zu häufig aus dem Fokus. Immer wird über finanzielle Mittel diskutiert, über Beschaffung und Ausbau. Das Entscheidende für eine gelingende Digitalisierung sind jedoch die beteiligten Menschen. Nun gut, unsere Schüler wachsen heute wie selbstverständlich mit digitalen Geräten auf - mit zahlreichen negativen Begleiterscheinungen übrigens, über die wir an anderer Stelle noch einmal diskutieren sollten. Anders sieht es aber beim großen Teil der Lehrerschaft und auch bei dem unterstützenden Personal aus. Bei aller Investition in Hardware und Software dürfen wir nämlich nicht vergessen, dass die Schule ein komplexes System ist, bei dem alle Einzelrädchen wie Zahnräder ineinandergreifen. Die Digitalisierung an den Schulen wird nur dann gelingen, wenn neben der technischen Ausstattung erstens ausreichend Systemadministratoren, die das Ganze am Laufen halten, vor Ort sind - das ist derzeit ein immer noch völlig ungelöstes Problem -, zweitens endlich ausreichend Lehrkräfte für einen echten und guten Informatikunterricht ausgebildet werden - auch hier sehe ich noch nicht mal einen Silberstreif am Horizont; da gibt es fast gar nichts - und drittens die Ausbildung der Studenten aller Lehrfächer an den Hochschulen sich intensiv und nicht nur nebenbei den neuen Möglichkeiten digitaler Lehr- und Lernmittel widmet. Mal eben ein Kurs im Laufe des Studiums reicht da bei Weitem nicht aus. Viertens. Die Lehrer in der Praxis, die jetzt schon an der Schule sind, müssen massiv an den neuen Unterrichtsmöglichkeiten fortgebildet - eigentlich müsste man sogar sagen: ausgebildet werden. All diese Punkte erwähnt der Antrag, der ansonsten gut ist, zwar, aber sie gehören meiner Ansicht nach stärker betont. Nun bin ich gespannt, wie Sie die regierungstragenden Fraktionen damit im Ausschuss umgehen werden. Ich will kurz mal darstellen, wie das in der vergangenen Legislatur immer lief: Der Oppositionsantrag wird abgelehnt. Ein Drittel der Einzelvorschläge wird gestrichen, und das Ganze wird ein wenig umformuliert. Dann wird das Ergebnis dieser Kosmetik als Antrag der Regierungsfraktionen vorgelegt. Der ist dann natürlich zustimmungsfähig, weil er viel besser ist. Ich bin gespannt, ob es dieses Mal auch wieder so laufen wird. Ich freue mich auf die Ausschussberatung. (Beifall bei der AfD) Vizepräsidentin Sabine Tippelt: Herzlichen Dank, Herr Rykena. Bevor ich den nächsten Redner aufrufe, gebe ich bekannt,

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