MUDr. PhDr. / Univ. Prag Jozef Rakicky
Notruf aus den Kliniken - Rettung statt Schließung
kommen Sie nach vorne! Sie haben anderthalb Minuten. Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Frau Schüßler, ich kann Ihrer Argumentation leider nicht ganz folgen. Sie sagen, dass zwar 88 % der Krankenhäuser defizitär sind, eventuell ein großer Teil davon pleitegeht und geschlossen wird, aber: Wir sind ja nicht zuständig. Deswegen müssen wir jetzt warten und das geschehen lassen. - So habe ich das zumindest verstanden. Es ist zwar wahr, Herr Minister Philippi, letztes Jahr hat man ungefähr 800 Millionen Euro als Investitionshilfe an die Krankenhäuser ausgeschüttet. Das ist eine große Hilfe. Im Jahre 2020 waren das nur, glaube ich, 30 Millionen Euro. Es ist jetzt also etwas besser, aber wir haben jetzt über 700 Millionen Euro Betriebskostendefizite bei unseren Krankenhäusern in den Jahren 2023 und 2024 eingesammelt. Da müssen wir etwas tun. Wir können doch nicht warten, bis die Kliniken wirklich kaputtgehen! Wir brauchen auch kleinere Krankenhäuser, nicht nur Zentralkrankenhäuser. Jeder, der in der Klinik arbeitet, weiß, was für ein Riesenproblem das ist, in einem großen Krankenhaus einen Platz für die Patienten zu bekommen, und wie viele Stunden man dafür am Telefon hängt, wie viel Frust und Stress das bedeutet. Wir brauchen auch Krankenhäuser für quasi einfache Krankheiten wie Brüche und Gallenbeschwerden und so weiter, also für die Grundversorgung. Wir brauchen ebenfalls die Notfallversorgung 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. Vielen Dank. Frau Schüßler, möchten Sie antworten?
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