Sina Maria Beckmann
Digitale Transformation gestalten - Niedersachsens Wirtschaft und Arbeitnehmer*innen in Zeiten des Wandels unterstützen
Transformation gestalten - Niedersachsens Wirtschaft und Arbeitnehmer*innen“ ‑ ich gendere hier sehr gerne ‑ „in Zeiten des Wandels unterstützen“. Doch was heißt das eigentlich genau? Ich bin viel im Land unterwegs und bin natürlich auch in Gesprächen zum Thema Digitalisierung. Ich spreche mit Unternehmerinnen und Landwirten, spreche mit den IHKen und mit anderen Verbänden, und wir alle sind uns da ziemlich einig: Da gibt es noch einiges zu tun. Wir müssen die digitale Transformation branchen- und themenübergreifend denken und sehen sowie konkrete Fördermaßnahmen anbieten und Unterstützungsangebote machen. Und genau das machen wir jetzt, meine sehr verehrten Damen und Herren. Im Juni, vor der Sommerpause, haben wir als rot-grüne Koalition diesen Antrag eingebracht, und jetzt haben wir die abschließende Beratung dazu. Damals habe ich Sie auf eine Reise mitgenommen, auf eine Reise in die Zukunft eines Handwerksbetriebs; denn wir konzentrieren uns hier ja auf die Zukunft. Aber keine Sorge, ich erspare Ihnen das jetzt. Ich möchte Ihnen einfach nur noch einmal kurz aufzeigen, was wir eigentlich konkret vorhaben. Es sind sieben Punkte, und die würde ich gern noch einmal aufdröseln. Da geht es zum einen um die Entwicklung der Digitalagentur zur Serviceagentur. Das haben wir gerade gehört. Wir setzen Digitallotsen der niedersächsischen Wirtschaft ein, wir fördern Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen in innovative Technologien, wir unterstützen die Unternehmen auch bei Investments zur Cybersicherheit, wir stärken die Weiterbildung von Arbeitnehmer*innen in punkto Digitalisierung, wir begleiten die Handwerkskammern im Aufbau von Digitalwerkstätten, und wir werben gemeinsam mit den Berufsschulen für technische und digitale Berufe. Frau Beckmann, es gibt Fragebedarf beim Kollegen Volker Meyer aus der Fraktion der CDU. Lassen Sie diese Frage zu? Nein, danke. Ich möchte ausführen. Warum machen wir jetzt das Ganze? Vielleicht sollten wir mal darüber reden. 99,6 % der Betriebe in Niedersachsen gehören zum Mittelstand und zum Handwerk, und über die Hälfte sieht die Digitalisierung als positive Entwicklungschance. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Digitale Prozesse sind also gefordert, werden gebraucht. Digitale Prozesse beschleunigen die Arbeitsabläufe, entlasten Arbeitnehmer*innen, und, ganz ehrlich: In Zeiten von Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel ist das ja wohl eine ziemlich gute Idee. Wir haben viele Fördermöglichkeiten auf allen Ebenen. Ich meine damit EU, Bund, Land und auch Kommunen. Aber es ist in der Breite auch oftmals schwer zu durchschauen und zu überschauen, was es da eigentlich alles gibt. Und genau deshalb ist es sinnvoll, dass wir die Digitalagentur zur Serviceagentur weiterentwickeln, denn es gibt dadurch ein zentrales Angebot. Es ist quasi ein One-Stop-Shop. Hier bekommt man einfach alles: Hier bekommt man die Infos, die man braucht, und muss sich nicht quer durchs Land durchtelefonieren. Auch das ist eine richtig gute Idee. Der neue Digitalbonus, den wir ab 2024 einführen wollen, soll auf innovative Technologien ausgerichtet sein, also KI. Mein Kollege hat es vorhin schon erwähnt: Künstliche Intelligenz ist ein wichtiger Punkt, ein großes Thema, auch im Handwerk, auch in der Landwirtschaft. Wir reden über Robotik, wir reden über ChatGPT, wir reden über viele anderen Dinge. Und wir gehen dieses Thema jetzt an. Das ist wichtig, meine Damen und Herren. Denn wir unterstützen mit diesem Antrag und den sieben aufgeführten konkreten Punkten die Wirtschaft in Niedersachsen. Wir sichern damit weiter Wohlstand und bleiben als Wirtschaftsstandort attraktiv. Das verstehe ich unter „gestalten“, das verstehe ich unter „unterstützen“. Wir leisten genau diese Unterstützung, und die Wirtschaft transformiert. Damit, denke ich, gehen wir eine gute Partnerschaft ein. Vielen Dank. - Für die Landesregierung hat das Wort der
