Eva Viehoff
Landesaktionsplan Gute Geburt: Eine gesunde und gute Geburt für Mütter und Kinder sicherstellen
Für uns ist klar: Jede Frau soll Anspruch auf eine interventionsarme, physiologische und würdevolle Geburt haben, sofern die Gesundheit von Mutter und Kind das zulässt. Damit erreichen wir auch die Senkung der Kaiserschnittrate. Eine Geburt braucht Zeit, sie braucht einen geschützten Raum, sie braucht Betreuung, und sie braucht Hebammen. Dafür brauchen wir gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und weniger Bürokratie. Hier rufen wir nicht nur den Sozialminister, sondern auch Sie von der CDU auf! Frau Warken könnte da auch endlich mal aktiv werden, damit etwas zum Hebammenhilfevertrag passiert. Leider müssen wir auch über Gewalterfahrungen unter der Geburt sprechen. Diese sind kein Einzelfall. Sie sind Ausdruck struktureller Probleme der Frauengesundheit, die zum Beispiel auch der CDU am Herzen liegt. Dafür braucht es klare Definitionen, traumasensible Fortbildungen und verbindliche Standards. Eingriffe dürfen nur nach umfassender Aufklärung und mit ausdrücklicher Zustimmung erfolgen. Das gilt auch für kleine Eingriffe wie zum Beispiel den Dammschnitt. Selbstbestimmung ist kein Extra, sondern ein Grundrecht. Die Verantwortung endet nicht im Kreißsaal; meine Kollegin hat schon darauf hingewiesen. Es braucht auch ein flächendeckendes Netzwerk von Hebammen, Stillberaterinnen und Fachpersonal. Das darf eben nicht vom Wohnort abhängen. Wir müssen dafür auch nachhaltig finanzierte Strukturen schaffen. Das wird nicht einfach, aber unsere Familien brauchen diese Unterstützung. Eine Geburt ist einer der prägendsten Momente im Leben. Sie verpflichtet uns, einen sicheren und würdevollen Start ins Leben zu ermöglichen. Lassen Sie uns also heute ein klares Signal senden: für Selbstbestimmung, für Versorgungssicherheit und für eine würdige Geburt. Vielen Dank. Danke, Frau Viehoff. - Für die Fraktion der CDU
