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Christoph Bratmann

SPD 26.09.2024 2:42 min Tagungsabschnitte 19/19

Zukunftssicherung und Innovation: Für eine starke Automobilindustrie in unserem Land!

die die E‑Mobilität nicht wünschen, egal? - Danke. Nein, sie sind mir nicht egal. Das zeigt, wie groß die Verunsicherung ist, die von Ihnen in dieser Debatte immer mehr befeuert wird. Eines ist völlig klar: Die Menschen haben nicht unbedingt Lust auf Veränderung, und dies ist ein massiver Veränderungsprozess. Dieser Veränderungsprozess, dieser Umbruch ereignet sich aber entgegen Ihren Aussagen weltweit. Sie haben es ja vorhin so dargestellt, als gäbe es eine geheime grüne Weltregierung, die allen anderen Ländern, auch Deutschland und der EU, ihren Willen aufzwingt. Ich glaube, da überschätzen Sie die Macht der Grünen ein bisschen. Großbritannien hat sich mit einem Verbrennerverbot auf den Weg gemacht. Ägypten hat sich mit einem Verbrennerverbot auf den Weg gemacht. Thailand hat sich mit einem Verbrennerverbot auf den Weg gemacht. Japan hat sich auf den Weg gemacht. Mir ist nicht bekannt, dass in diesen Ländern Grüne in der Regierung säßen. Die machen das aber, und sie setzen konsequent auf die E‑Mobilität und auf Zwischentechnologien. Auf Zwischentechnologien setzt auch die CDU-Fraktion und sagt jetzt: Range Extender sind die Lösung. Range Extender gab es in Deutschland auch schon einmal. 2019 sind die eingestellt worden, weil sie wirtschaftlich nicht mehr verkäuflich waren. Nun erleben in China die Range Extender eine Renaissance, das sind die Reichweitenverlängerer bei den E‑Autos, die noch einen kleinen Verbrennungsmotor haben. Niemand verbietet Volkswagen, solche Autos zu bauen. Im Moment ist in China der Markt bei den elektrifizierten Fahrzeugen so aufgeteilt: 70 % batteriebetriebene Fahrzeuge, 20 % Plug-In-Hybride, 10 % mit Range Extender. Das ist ein Nischenprodukt, welches zwar in China eine Renaissance erfährt, aber es ist auch nicht die Lösung für den VW-Konzern. Ich glaube, da kann man sich ganz sicher sein, liebe Kolleginnen und Kollegen. Kommen Sie bitte zum Schluss, Kollege Bratmann. Ja. In der Debatte wird so getan weil Deutsche eben schon immer Verbrennungsmotoren gebaut haben, als wäre es in Deutschland ein Grundwert an sich, Kraftstoff zu verbrennen, um sich fortzubewegen. Ich glaube, von dieser Ideologie müssen wir wegkommen. Verbrenner dürfen noch weiterhin gefahren werden, auch über 2035 hinaus. Aber niemand bei Volkswagen hat ein Interesse daran, die Strategie, den Weg, den man jetzt eingeschlagen hat, zu ändern. Es geht vielmehr darum, jetzt eine vernünftige Modellpalette aufzurufen, bezahlbare E‑Autos zu bauen, die Leute Schritt für Schritt von der E‑Mobilität zu überzeugen und ihnen aufzuzeigen: Dies ist ein guter Weg in die Zukunft. Was VW nicht braucht ich sage das noch einmal, sind Zukunftsverweigerung und Populismus. Was sie brauchen, sind Innovation und Tatkraft und unsere Unterstützung. Die werden sie bekommen. Vielen Dank.

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