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Eva Viehoff

GRÜNE 12.09.2025 2:48 min Tagungsabschnitte 19/27

Subsidiäre und korporative Kulturpolitik stärken - Bürgerkultur statt Soziokultur

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Unsere Kultur in Niedersachsen ist bunt und vielfältig. Das Land fördert Kultur nach seinen Möglichkeiten in dieser Breite. Gerade die Soziokultur ist mehr als Kultur. Soziokultur ist Teilhabe und Zugang unabhängig von Herkunft, Alter, Bildung, Geschlecht und weiteren Voraussetzungen. Die Soziokultur bietet Menschen die Möglichkeit, aktiver Teil kreativer Prozesse zu sein. Sie bildet Erfahrungsräume für Demokratie, Teilhabe und Selbstwirksamkeit, für Resilienz und Zusammenhalt und für neue Perspektiven. Sie ist ein zentraler Baustein für eine gelingende Demokratie. Das alles, was die Soziokultur ausmacht, ist das genaue Gegenteil von dem, was die AfD hier und eigentlich immer will. Deshalb scheint der AfD und nur der AfD die Soziokultur ein Dorn im Auge zu sein. Denn Sie hätten ja gegebenenfalls Herr Prange hat schon darauf hingewiesen mal bei Ihren hochgelobten Landschaften nachfragen können, ob die Ihre Hilfe überhaupt brauchen. Ehrlicherweise nein! Sie brauchen Sie überhaupt nicht. Die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen arbeiten mit der Soziokultur zusammen, und zwar in der Tradition und in der Moderne mit einem Kulturbegriff, der zurückschaut, der aber auch nach vorne in die Zukunft schaut. Das macht die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen aus. Sie fördern ländliche Kultur in ihrer gesamten Breite und nicht nur eingeschränkt für das, was der AfD gerade gefällt. Deshalb offenbart dieser Antrag sehr deutlich, dass nicht wir, sondern Sie Kunst und Kultur für Ihre politischen Zwecke instrumentalisieren wollen und sich um die Kunstfreiheit nicht einen Deut scheren. Deshalb bleibt es zu hoffen, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass dieser Antrag so schnell wie möglich in der Versenkung verschwindet. Herzlichen Dank.

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