Pippa Schneider
Wissenschaftsstandort Niedersachsen - wie wird sich die Forschungslandschaft weiterentwickeln?
Sehr geehrte Frau Präsidentin! <v UU>Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das ist ja mal ein schöner Anlass für <v UU>eine Rede, dass man Geld zu verteilen hat. <v UU>Und gerade bei diesem Forschungsförderprogramm ist es auch <v UU>eine ganze Menge an Geld, nämlich über 500 Millionen Euro zusätzlich. <v UU>Damit ist es ‑ das haben wir schon gehört ‑ das größte <v UU>Wissenschaftsprogramm in der Geschichte unseres Landes. Gemeinsam von VW-Stiftung und <v UU>Wissenschaftsministerium beraten, von der Wissenschaftlichen Kommission und <v UU>einem mit Expert♪innen besetzten Strategiebeirat, ergibt das eine <v UU>großartige Möglichkeit, Forschung zu aktuellen gesellschaftlichen <v UU>Herausforderungen zu fördern. Dazu legt die Landesregierung zweimal <v UU>im Jahr dem Kuratorium der Stiftung Verwendungsvorschläge vor. <v UU>Das gemeinsame Ziel ist es, mithilfe strategischer Förderung den <v UU>Wissenschaftsstandort Niedersachsen deutlich sichtbar zu machen, national <v UU>wie international. Damit können Hochschulen ihre <v UU>spezifischen Fach- und Technologiekompetenzen ausbauen. Wir wollen ein attraktives <v UU>Forschungsumfeld schaffen, um kluge Köpfe in Niedersachsen zu halten und <v UU>für Niedersachsen zu gewinnen, und wir wollen damit dem Transfer, also <v UU>den Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungsbereichen, einen neuen <v UU>Schub verleihen. Dazu einmal ein paar Zahlen und <v UU>Fakten aus dem letzten Verwendungsvorschlag aus dem Herbst: <v UU>Aus dem Förderprogramm zukunft. niedersachsen flossen im <v UU>letzten Herbst 185 Millionen Euro in neue Vorhaben. Mit 48 Millionen Euro werden bereits <v UU>bewilligte Projekte gefördert. Mit der Herbstverwendung werden <v UU>insgesamt 28 Vorhaben gefördert, beispielsweise in den Bereichen <v UU>künstliche Intelligenz und Photovoltaik. <v UU>Damit tragen wir wesentlich dazu bei, sowohl unsere forschungs-als auch <v UU>unsere klimapolitischen Ziele einzuhalten. Mit rund 11 Millionen Euro sollen <v UU>außerdem kluge Köpfe aus der Wissenschaft geholt <v UU>und gehalten werden. Das Förderprogramm <v UU>„Niedersachsen-Professuren“ zielt auf internationale Spitzenkräfte, <v UU>leistungsstarke junge Wissenschaftler♪innen und soll <v UU>Forschenden attraktive Standortbedingungen bieten. Dieses Programm <v UU>„zukunft. niedersachsen“ beruht dabei auf drei Säulen: Transformation, <v UU>Digitalität und Spitzenforschung. Mit den Geldern aus <v UU>„zukunft. niedersachsen“ unterstützen wir zum Beispiel die Forschung am <v UU>Institut für Solarenergie ‑ das hatten wir auch vorhin gehört ‑ zur <v UU>Weiterentwicklung der Photovoltaiktechnologien. Außerdem starten in diesem Sommer <v UU>vier Zukunftslabore am Zentrum für Klimaforschung, zwei davon zum <v UU>Ökosystem Wald und weitere zwei zum Thema klimagerechte Stadt. Diese Zukunftslabore verbinden <v UU>Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und sind drängende <v UU>Themen, mit denen die niedersächsische Forschung <v UU>sich hier beschäftigt. Die Klimakrise schafft immer <v UU>massivere Temperaturrekorde, immer heißere Sommer, immer mehr Dürren. Wir müssen dringend Antworten finden <v UU>auf die Frage, wie eine Stadt aussieht, die an diese neuen <v UU>Herausforderungen angepasst ist. Es geht um Maßnahmen für natürlichen <v UU>Klimaschutz, es geht um Begrünung, um Schattenplätze und um die <v UU>Verfügbarkeit von Trinkwasser. Und genau zu diesen Fragen arbeitet <v UU>die niedersächsische Forschung in diesen Zukunftslaboren. <v UU>Ich bin sehr froh, dass wir mit diesem Programm <v UU>„zukunft. niedersachsen“ die nötigen Gelder damit zur <v UU>Verfügung stellen können. Eine Bemerkung zum Abschluss zu Ihrer <v UU>Rede, Frau Schülke, muss ich hier noch anbringen. <v UU>Sie diffamieren die niedersächsische Wissenschaft und unterstellen ihr <v UU>irgendwelche Ideologien. Haben Sie schon mal den Begriff <v UU>Wissenschaftsfreiheit gehört? - Das glaube ich nicht. Die einzigen, die versuchen, <v UU>Ideologien auf die Wissenschaft anzuwenden, sind Sie.
