Peer Lilienthal
Den Dienst in der Landesverwaltung attraktiver gestalten. Die Verlegung der Steuerakademie nach Hannover prüfen.
Kurzintervention von der AfD-Fraktion. Herr Lilienthal, bitte! Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Herr Kopka, gar keine Frage: Zustimmung, wird gute Arbeit geleistet. Es ist nur leider so, dass das nicht ausschließlich gute Ergebnisse zeitigt. Sowohl bei den Durchfallquoten als auch bei den Abgangsquoten liegt Niedersachsen im Bundesvergleich im oberen Drittel. Das zeigt also, dass gute Ergebnisse nicht immer gute Resultate zeitigen. Man müsste sich manchmal fragen, warum das so ist; denn wir bilden an der Akademie wahrscheinlich nicht schlechter aus als andere. Sie haben leider nichts dazu gesagt, Herr Kollege, dass wir im Ausschuss versucht haben, diese Campus-Idee zu diskutieren. Unsere Idee bezog sich auf mehr Anwärter und Probleme auf dem Mietmarkt. Die Vermieter in Rinteln haben sich darauf eingestellt. Da gibt es teilweise unappetitliche Geschichten, was mit den jungen Leuten alles gemacht wird. Beispielsweise werden die Wohnungen am Wochenende betreten. Die Vermieter gehen über das hinaus, was wünschenswert wäre. Hier in Hannover würde sich die Gelegenheit bieten, eine Campus-Idee aufzunehmen, so wie das in Nordrhein-Westfalen gemacht wird. Sie kennen vielleicht „Studieren im Schloss“. In Nordrhein-Westfalen ist zumindest einer der Standorte der dortigen Steuerakademie in einem Schloss gelegen. Da werden die jungen Leute nicht nur mit Unterkunft versorgt, sondern auch mit drei Mahlzeiten am Tag - für 125 Euro im Monat plus Essen. Das ist schon etwas. Das hätte man mal aufgreifen können, finde ich. Das macht so einen Job einfach attraktiver. Abschließend muss ich Sie fragen, Herr Kollege: Wo bleiben Ihre Vorschläge? Bezüglich der Problembeschreibung ist alles klar; die haben Sie auch nachhaltig vorgenommen. Die Legislatur dauert nur fünf Jahre. Fast zwei davon sind jetzt schon um. Irgendwann müssten Sie da mal aus dem Sulky kommen.
