Sebastian Zinke
Der ausufernden Messerkriminalität wirksam entgegentreten und die Täter benennen!
Herr Bothe, Ihre Schlussformulierung war nicht sehr parlamentarisch. Nächstes Mal sollten Sie sich solche Schlusssätze sparen. Jetzt 90 Sekunden für den Herrn Abgeordneten Zinke zwecks Erwiderung. Herr Bothe, erst einmal freue ich mich, dass Sie meine Internetseite so genau lesen. ‑ Das freut mich! Dann haben Sie ja gesehen, dass wir natürlich dort, wo sich die Menschen Sorgen machen, diese Sorgen sehr ernst nehmen. Im Übrigen ging es da auch nicht um Messerangriffe. Sie durchmischen da Dinge, die nicht zusammengehören. Das, was Sie hier machen, ist: Sie benennen hier ein Thema, was ein Thema ist. Das ist ja richtig. Wir haben eine ‑ ‑ ‑ ‑ Nicht „Aha“! Das habe ich Ihnen genau gesagt. Es ist ein Thema. Wir haben mehr Messerangriffe in Niedersachsen verzeichnet. Das ist auch ein Problem, dem wir uns auch widmen müssen. Das hat die Ministerin auch mit ihren Vorschlägen genau getan. Wir müssen da auch noch weitermachen. Aber das, was Sie hier mit Ihrem Vorschlag tun, ist, dass Sie sagen, die Lösung sei: Bei der Tätererfassung erfassen wir, ob jemand „echter“ Deutscher ist oder ob jemand Deutscher geworden ist, indem er die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen hat. ‑ Das steht doch da drin! Das habe ich Ihnen gerade vorgelesen. Das ist keine Lösung für dieses Phänomen, meine Damen und Herren, sondern es zeigt, dass es Ihnen um etwas anderes geht. Sie wollen den Beweis antreten, dass hier jeder Schwarzhaarige, der muslimischen Glaubens ist, ein Messer in der Tasche hat. Das ist doch das, was Sie wollen.
