Dr.in Tanja Meyer
Ein Arbeitsmarkt für alle: Ausgleichsabgabe für mehr Inklusion in Betrieben nutzen
Vielen Dank. - Herr Präsident! Herr Uhlen, ich bin echt betroffen, weil Werkstätten überhaupt kein Bestandteil dieses Antrags sind. Sie haben Ihre ganze Redezeit genutzt, um über Werkstätten zu reden. Das Ziel dieses Antrags ist ein inklusiver Arbeitsmarkt, von dem Sie eben sagten: Wir müssen einen unvoreingenommenen Arbeitsmarkt schaffen. - Und selber reden Sie die ganze Zeit dagegen. Das Problem, vor dem wir stehen, ist doch, dass der Arbeitsmarkt so, wie er ist, in keiner Weise inklusiv ist. Ich kann das aus eigener Erfahrung erklären, denn auch ich habe eine anerkannte Schwerbehinderung. Ich bin nicht in einer Werkstatt, und es ist nicht immer leicht, im normalen Arbeitsmarkt zu funktionieren und zu arbeiten. Es geht darum, die besonderen Belange von Menschen in besonderen Lebenssituation mit zu berücksichtigen und durch die Ausgleichsabgabe dazu beizutragen, einen Arbeitsmarkt zu schaffen, der wirklich allen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen zur Verfügung steht. Sie haben jetzt nur das eine gegen das andere gestellt, aber Sie haben überhaupt nicht die Vielfalt von möglichen Schwerbehinderungen an dieser Stelle aufgegriffen. Das macht mich wirklich betroffen. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn dieser Arbeitsmarkt endlich einen Schritt in Richtung Inklusion machen könnte. Davon sind wir nämlich noch weit entfernt.
