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Corinna Lange

SPD 27.02.2025 3:41 min Tagungsabschnitte 19/23

Sprache als Schlüssel zur Bildung von Anfang an stärken: Frühkindliche Sprachförderung neu denken!

und genau darum geht es, Frau Bauseneick: Ergebnisse der Sprachstandsfeststellung. Kinder, die keine Kita besuchen das ist ja Ihre Frage gewesen nehmen im Rahmen der Schulanmeldung das habe ich auch gerade schon gesagt etwa 15 Monate vor der Einschulung an einer Sprachstandserhebung teil. Die Ergebnisse dieser Erhebung fließen in die Planung von Sprachfördermaßnahmen an den Grundschulen ein, wobei bedarfsspezifischer Sprachunterricht angeboten wird. Sechstens: Integration von Sprachförderung in den Schulbereich. Für Kinder, die im Jahr vor der Einschulung Sprachförderbedarf haben, gibt es in den Grundschulen ebenfalls spezielle Fördermaßnahmen. Die Sprachförderung erfolgt hier in kleinen Gruppen oder in speziellen Unterrichtseinheiten, abhängig von der Anzahl der betroffenen Kinder. Diese systematische und flexible Förderung stellt sicher, dass Kinder individuell und bestmöglich in ihrer sprachlichen Entwicklung begleitet werden, ohne sie durch starre Maßnahmen aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen. Die CDU fordert in ihrem Antrag ein verpflichtendes Sprachförderprogramm für Kinder mit erheblichem Sprachförderbedarf im Umfang von 240 Stunden. Ich bin überzeugt, dass dieser Ansatz zu unflexibel ist. Sprachentwicklung ist ein dynamischer Prozess, der nicht durch Tests, sondern durch gezielte Förderung im Alltag begleitet wird. Zusätzlich fordert die CDU einen Jahresplan für Kitas, um die Sprachförderung strukturiert umzusetzen. Liebe Frau Ramdor, unsere Fachkräfte in den Kitas brauchen nicht noch mehr Dokumentation, noch mehr Tests und noch mehr bürokratische Hürden. Sie brauchen Zeit. Zeit, um Kinder individuell zu begleiten und gezielt zu fördern. Unsere Erzieherinnen und Erzieher leisten mit ihrer hochqualifizierten Ausbildung auf Bachelor-Niveau herausragende Arbeit. Sie brauchen keine neuen starren Vorgaben, sondern vor allem eines: mehr Zeit für die Kinder. Sprachförderung muss ein kontinuierlicher Prozess sein und kein Einmaltest. Die CDU setzt auf einen einmaligen standardisierten Sprachtest, doch ein Test allein sagt nichts über die Sprachentwicklung eines Kindes aus. Sprache entwickelt sich über Jahre durch Interaktionen und durch gezielte sprachliche Anreize im Alltag. Deshalb setzen wir auf alltagsintegrierte Sprachförderung, die Kinder spielerisch und individuell begleitet, und erfahrene Fachkräfte, die gezielt auf Sprachentwicklungsbedarfe eingehen und nicht auf Testergebnisse reagieren. Frau Ramdor, lassen Sie eine weitere Zwischenfrage von Frau Bauseneick zu? Nein, danke. Wahrscheinlich hätte mich die Kollegin gefragt, woher diese Fachkräfte kommen. Das habe ich gerade auch gesagt: 32,5 Millionen Euro stellt die Landesregierung jedes Jahr zur Verfügung. Das wird sehr gut genutzt und angenommen, übrigens im Rahmen von regionalen Sprachförderkonzepten. Gleichzeitig haben wir nachhaltige Programme wie die Sprach-Kitas, die Kinder kontinuierlich in ihrer Entwicklung fördern. Ich gebe Ihnen allerdings recht, Frau Kollegin, nicht jede Kita ist eine Sprach-Kita. Ein isolierter Sprachtest kann die individuelle Sprachentwicklung eines Kindes nicht erfassen. Deshalb lehnen wir starre Testverfahren ab und setzen auf eine ganzheitliche Sprachförderung, die Kinder individuell begleitet und unterstützt. Unser Ziel ist Chancengleichheit durch sinnvolle Sprachförderung. Wir setzen uns weiterhin für eine integrative Sprachförderung ein, die Kinder dort abholt, wo sie stehen, und nicht durch starre Prüfungen und Bürokratie unnötige Hürden aufbaut. Sprachförderung muss ein kontinuierlicher Prozess sein, der Kinder im Alltag unterstützt und ihre individuellen Stärken einbezieht. Die bestehenden Programme in Niedersachsen bieten bereits eine gute Grundlage, und wir werden sie weiter ausbauen und verbessern. Vielen Dank.

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