Vanessa Behrendt
Rechte und Schutz von Kindern stärken: Pubertätsblocker und Werbung für Geschlechtsumwandlungen untersagen
Weitere Wordmeldungen sind uns willkommen. Bitte, Sie können den Antrag jetzt einbringen. Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Drei Fakten, die den Grünen nicht gefallen werden: Erstens. Es gibt nur zwei Geschlechter. Zweitens. Man kann sich sein Geschlecht nicht aussuchen. Und drittens. Man kann sein Geschlecht nicht wechseln. Es ist traurig, dass solch banale Selbstverständlichkeiten überhaupt betont werden müssen. Doch Sie können das 1 000 Mal leugnen, ich verspreche Ihnen, die AfD wird es 1 001 Mal wieder aussprechen. Politik und Medien führen Krieg gegen die Realität. Leider, muss man sagen, mit Erfolg. 680 %, so viel mehr Transdiagnosen gab es unter Kindern und jungen Erwachsenen von 5 bis 24 Jahren seit 2013. 680 %! Und kein Wunder: Wer googelt „Bin ich trans?" bekommt seitenweise Selbsttest, gegen die sogar Horoskope seriös aussehen. Auf Seiten wie regenbogen-schmiede.gay werden Kinder nach nur vier Fragen darin bestärkt, dass sie tatsächlich trans seien. Selbst Krankenkassen stellen Fragen zusammen, die so vage formuliert sind, dass fast jede normale Unsicherheit in der Pubertät als sicheres Zeichen einer Transidentität ausgelegt werden kann. Kurz gesagt: In der Pubertät „Bin ich trans?" zu googeln, ist so, wie an einem schlechten Tag nach „Depression" zu suchen. Man findet zwangsläufig immer irgendwas, das einen glauben lässt, betroffen zu sein. Und natürlich: Geschlechtsidentitätsstörungen existieren. Aber nicht so, wie Sie meinen. Sie sind nicht allgegenwärtig und bewundernswert, - Nein, ich lasse keine Frage zu. sondern sehr selten und, wie der Name schon sagt, Störungen, die mit hohem Leidensdruck einhergehen. Sie reden vom „bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht". Was für ein herablassender Ausdruck. Jeder bei Verstand weiß: Das Geschlecht wird nicht „zugewiesen", sondern festgestellt. Und ich sage Ihnen ganz klar: Wer das leugnet, hat nichts über der Fünfprozenthürde und erst recht nichts in der Regierung verloren. Richtig ist, dass es eine nach der Geburt zugewiesene Transidentität gibt. Das angeborene Geschlecht zu problematisieren, ist so, als würden sie bei einem undichten Dach das ganze Haus abreißen, anstatt das Dach zu reparieren. Politik, Medien und Unterhaltungsindustrie aber machen genau das. Sie reden den Kindern ein, im falschen Körper gefangen zu sein. Doch ich verspreche Ihnen, es gibt 8 Milliarden Menschen auf der Welt. Kein einziger davon wurde im falschen Körper geboren. Nicht ein einziger, meine Damen und Herren! Mädchen werden als Mädchen und Jungen als Jungen geboren. Biologie ist keine Meinung, sondern Wissenschaft, ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht. Sich als Mann als Frau zu identifizieren, setzt nicht die Biologie außer Kraft, genauso, wie es nicht die Gravitation außer Kraft setzt, sich als schwerelos zu identifizieren. Doch was machen Sie? Sie reden den Menschen ein, dass sie fliegen könnten, wenn sie nur ganz fest daran glauben würden. Das ist keine Fürsorge, das ist keine Hilfe, das ist verantwortungslos, brandgefährlich und, wenn Sie mich fragen, zutiefst unmoralisch, meine Damen und Herren. Sinnvoll wäre es, die Betroffenen bei der Versöhnung mit ihrem unveränderlichen Geschlecht zu unterstützen. Doch das Gegenteil dessen, was sinnvoll wäre, ist das, was getan wird. Kinder und Jugendliche werden darin bestärkt, trans zu sein, und dazu verleitet, Pubertätsblocker einzunehmen. Die Ampel schrieb auf ihrem berüchtigten Regenbogenportal, Pubertätsblocker wären so etwas wie eine Pause-Taste fürs Erwachsenwerden. Wenn man sich noch nicht für ein Geschlecht entschieden hätte, könnte man sich damit Zeit zum Nachdenken verschaffen. Also ganz ehrlich: Wer so eine Bundesregierung hat, braucht keine Feinde mehr. Denn was sind die bunten Pillen tatsächlich? Pubertätsblocker sind synthetisch hergestellte Hormone, sogenannte GnRH-Analoga. Sie verhindern, dass bei Frauen Östrogen und bei Männern Testosteron ausgeschüttet wird. Entwickelt wurden sie zur Behandlung bestimmter Krebsarten wie Brust- und Prostatakrebs, also Krebsarten, die abhängig von den Geschlechtshormonen wachsen. Wohlgemerkt: Tumorpatienten sind in der Regel erwachsen, also körperlich ausgereift, und bekommen die Hormone nur kurz. Was viele außerdem nicht wissen: Pubertätsblocker werden in einigen Ländern auch zur chemischen Kastration von Sexualstraftätern eingesetzt. Zur chemischen Kastration von Sexualstraftätern! Also, wie muss man drauf sein, um Kindern solche Medikamente zu verabreichen? Und nicht nur das: Die Verabreichung von GnRH-Analoga als Pubertätsblocker erfolgt im Off-Label-Use, also ohne richtige Zulassung dafür. Schon deshalb sagen wir als AfD, solche Medikamente an Kinder auszugeben, gehört sofort und ein für alle Mal gestoppt! Und mit dieser Haltung sind wir in guter Gesellschaft. Während Deutschland inzwischen mehr Geschlechter als Olympiamedaillen hat, ziehen andere Länder der Genderideologie den Stecker. England, Finnland, Schweden, Norwegen, Australien und mehrere US-Bundesstaaten haben Pubertätsblocker in den letzten Jahren bereits verboten; auch wegen der vielen schweren Nebenwirkungen: Pubertätsblocker beeinträchtigen das Knochenwachstum, die sexuelle und kognitive Reifung und führen zu Herz- und Leberschäden. Doch all das ficht Sie nicht an. Das ist das Merkmal grüner Ideologiepolitik. Sie hören, dass ein Falschfahrer auf der Straße ist und denken sich: Was heißt hier einer? Hunderte! Tausende! - Trotzdem redet Genderpropaganda den Kindern ein: Hör nicht auf deine Eltern, das ist nicht nur eine Phase, du bist wirklich trans! - Sie erfinden sogar Gesetze gegen die Realität. Und lassen Sie mich an dieser Stelle sagen: Ihr Selbstbestimmungsgesetz ist ein Angriffskrieg auf die Wahrheit und eine Schande für eine aufgeklärte Gesellschaft. Frau Behrendt, es gibt den Wunsch nach einer Zwischenfrage der Abgeordneten Camuz. Würden Sie die zulassen? Nein, auch die lasse ich nicht zu. Sie haben schließend die Möglichkeit, dazu zu sprechen. Alles klar. Fakt ist, Kinder brauchen keine Pubertätsblocker, im Gegenteil. Studien zeigen: Kinder, die keine Pubertätsblocker erhalten, kommen nach der Pubertät in 85 % der Fälle mit ihrem Geschlecht zurecht. Kinder, denen hingegen Pubertätsblocker verabreicht wurden, entscheiden sich zu 98 % für eine Transition, also für gegengeschlechtliche Hormone und Geschlechtsoperationen. Heißt: Pubertätsblocker sind ein entscheidender Wendepunkt für das Schicksal von Kindern in den Fängen der Transgenderindustrie. Pubertätsblocker treiben Kinder in die unwiderrufliche Selbstverstümmelung. Wer sie nimmt, macht meist weitere Behandlungen; wer sie nicht nimmt, versöhnt sich mit seinem Geschlecht. Viele Betroffene realisieren erst viel zu spät, dass sie den Fehler ihres Lebens gemacht haben. Männer wollen später oft keine Transfrauen und Frauen keine Transmänner mehr sein. Doch ein Zurück gibt es dann nicht mehr. Dann ist der Adamsapfel schon da, die Brüste amputiert, die Stimme rau, der Bart gewachsen und die Genitalien verstümmelt. Dann sind sie das, was sie niemals sein wollten: im falschen Körper gefangen. Lassen Sie uns das nicht zulassen. Unterstützen Sie unseren Antrag. Keine Pubertätsblocker für Kinder. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
