Thomas Uhlen
Gefahren der Humanen Papillomviren: Welche Maßnahmen unternimmt die Landesregierung zur Bekämpfung?
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Schüßler, es ist sehr wichtig, dass wir hier heute gerade in einer Debatte, die sich an Männer und Frauen in unserem Land richtet, die noch nicht geimpft sind, die bisher noch keine Vorsorge in Bezug auf Erkrankungen durch HPV betrieben haben, dann eben auch mit richtigen Informationen arbeiten. Die richtigen Informationen, nehme ich mal an, sind eben diejenigen, die auch von der AOK ganz deutlich wiedergegeben werden, die da sehr klar sagen, dass gerade auch die Impfung für Menschen im Erwachsenenalter unabhängig davon, ob sie bereits eine HPV-Infektion hatten oder nicht, sinnvoll und wichtig ist. Wir müssen hier ganz deutlich klarstellen, dass die Herangehensweise, die das Ministerium zurzeit wählt, nämlich sich mit der Kampagne ausschließlich an Kinder und Jugendliche zu richten, eben nicht zielführend ist. Denn es geht auch um die Frauen und Männer, die jetzt an HPV in den verschiedenen Varianten erkranken. Ich habe großes Mitgefühl, liebe Frau Kollegin Dr.in Meyer, für die Bekannte Nina, die an HPV erkrankt war und daran verstorben ist, wie ich gerade wahrnehmen konnte. Das ist etwas, was mich zutiefst berührt und wo ich mich frage: Wo waren wir dort mit der Vorsorge? Weshalb war sie nicht geimpft? Weshalb wurde die Leistung der Impfung nicht von der Kasse übernommen? Es ist gerade für Frauen im gebärfähigen Alter essenziell, dass wir das zu einer Kassenleistung machen, dass Krankenkassen das übernehmen, dass Vorsorgeuntersuchungen nicht nur im Turnus von drei Jahren stattfinden. Auch der Pap-Test, lieber Herr Minister, ist eine vorbeugende Maßnahme, die dazu beiträgt, Diagnosen zu stellen, um frühzeitig Therapien zu initiieren. Hier ist und bleibt es so, dass die Landesregierung einen großen weißen Fleck hat. Impfungen schützen, gerade im Bereich von HPV. Impfungen schützen auch nach einer Infektion mit HPV, weil es sehr viele Varianten gibt, die hier auch adressiert werden können, und Vorsorge hilft, Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen und Frauen zu schützen, damit nicht weiterhin 1 600 Frauen pro Jahr an Gebärmutterhalskrebs versterben. Es ist unsere Aufgabe, hier gemeinsam die Initiative zu ergreifen. Herr Minister, ich danke Ihnen nochmals dafür, dass Sie hier die Gruppe der Kinder und Jugendlichen adressieren. Aber denken Sie bitte auch an die Erwachsenen! Danke. Vielen Dank, Herr Kollege Uhlen. Weitere Wortmeldungen
