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Ansgar Georg Schledde

AfD 15.09.2023 2:54 min Tagungsabschnitte 19/9

Niedersachsens Energiepotenzial effizient nutzen - die Herausforderungen von Energie, Industrie und Fläche lösen

(Rednerwechsel) Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! „Niedersachsens Energiepotenzial effizient nutzen - die Herausforderungen von Energie, Industrie und Fläche lösen“ - da bin ich ganz bei Ihnen. Die uns zur Verfügung stehende Fläche ist begrenzt und sollte bestmöglich im Einvernehmen mit allen Beteiligten ausgenutzt werden. Effizientes Handeln, eine leistungsfähige Energieinfrastruktur sowie industrielle Neuansiedlungen sind wünschenswert. Die Identifikation von Ansiedlungsgebieten, die Ausweisung von Gewerbe- und Industriegebieten sind in der Vergangenheit meist ohne eine Idee zur energetischen Versorgung erfolgt. Deren Planung jetzt mit einer Analyse der Versorgungsmöglichkeiten im Vorfeld zu intensivieren, ist nicht der falsche Weg. Dennoch sind die Reduzierung lediglich auf energieintensive Unternehmen und der alleinige Fokus auf die Versorgung mit erneuerbaren Energien eine nicht zielführende Einschränkung. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang sind Ihre Vorbemerkungen. Sie stellen fest ‑ ich zitiere ‑: „Deutschland hat einen erheblichen Energiebedarf. Unsere eigene Energiegewinnung wird auf absehbare Zeit nicht ausreichen, um unseren Bedarf zu decken.“ So ist das halt, wenn sich Rot-Grün mit Energiepolitik beschäftigt. Die letzten Kernkraftwerke wurden im April vom Netz genommen; unnützerweise, aber ideologisch gewollt. Der Flächenbedarf für ein Kernkraftwerk beträgt ca. 1 km². Ich erlaube mir, auch hier zu zitieren: „Um den Strom eines einzelnen AKW durch Windräder zu ersetzen, wären folglich knapp 4.400 durchschnittlich große Windräder notwendig. Ferner angenommen, diese Windräder würden zu einem einzigen großen Windpark zusammengestellt und die einzelnen Räder würden den nötigen Mindestabstand vom drei- bis fünffachen Rotordurchmesser einhalten, dann käme bei durchschnittlich 70 m Rotordurchmesser eine Fläche von 322 Quadratkilometern zusammen. Der Windpark, der ein AKW ersetzen könnte, hätte etwa die Fläche des Bundeslandes Bremen.“ Der massive Zu- und Ausbau von Energieanlagen, die temporär und fluktuierend Energie in das Netz einspeisen, löst das von Ihnen selbst verursachte Problem nicht. Weiterhin sei die Frage erlaubt: Wo sind eigentlich die in Ihrem Antrag ausgeführten Potenziale zur Erzeugung und Speicherung von erneuerbaren Energien? Die gibt es im Moment schlicht nicht. Mit Milliardensubventionen greifen Sie im Energiesektor in marktwirtschaftliche Prozesse auf Kosten des Steuerzahlers ein. Auch die geplante Wasserstoffinfrastruktur ist Makulatur. Wäre grüner Wasserstoff auch nur annähernd konkurrenzfähig, bräuchte niemand strategisch zu subventionieren. Der Markt hätte es von selbst getan. Das nennt man Marktwirtschaft, liebe Grüne. Ihre Maßnahmen sind planwirtschaftlich geprägt, ein Produkt Ihrer ideologischen Engstirnigkeit. Darüber sollten Sie mal nachdenken. Vielen Dank.

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