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Harm Rykena

AfD 29.04.2026 3:20 min Tagungsabschnitte 19/33

Zukunftssichere Lehrkräfteausbildung gestalten - den Vorbereitungsdienst stärker auf schulpraktische Anforderungen der inklusiven Schule ausrichten!

der Kollege Rykena aus der Fraktion der AfD. Bitteschön! Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Heute debattieren wir über ein Paradebeispiel eines eigentlich sinnlosen Schaufensterantrags. Die Fraktionen von Grün und Rot begrüßen im ersten Teil etwas, was ohnehin schon passiert, und im zweiten Teil bitten sie die von ihnen geführte Landesregierung, das zu tun, was sie ohnehin bereits tut. Was soll das? Das ist kein Antrag, das ist eine Werbemaßnahme. Kommen wir zum Inhalt! Das einzig Richtige an dem Antrag ist die einleitende Bemerkung, der Vorbereitungsdienst stehe seit vielen Jahren in der Kritik, da die Vorbereitungsphase und der Berufseinstieg als äußerst belastend wahrgenommen werden. Ich möchte das auch aus eigener Erfahrung präzisieren. Dieser Zustand besteht bereits seit vielen Jahrzehnten. Vor über 30 Jahren habe ich bereits meine Examensarbeit zum Thema Praxisschock geschrieben. Ja, und ich habe das Drama gerade selbst in der Familie wieder miterlebt. Referendare werden in dieser Zeit sprichwörtlich psychisch fertiggemacht. Sie werden gequält. Ein großer Teil von ihnen hat nach bestandener Prüfung erst mal gar keine Lust mehr auf den Beruf und muss sich erst monatelang vom Referendariat erholen, um wieder gerne Lehrer zu sein. Außenstehende können sich gar nicht vorstellen, wie schlimm diese Zeit ist. Die Schlüsse jedoch, die Rot und Grün daraus ziehen, sind, wie jedes Mal bei rot-grüner Politik, genau die falschen. Sie werden absehbar die Probleme verschärfen und unsere Schulen weiter verschlechtern. Statt die echten Probleme Überlastung und Praxisferne in Verbindung mit völlig untauglichen, angeblich modernen Unterrichtsmethoden anzugehen, packen Sie im Antrag noch einiges drauf: Die untauglichen modernen Methoden sollen noch weiter ausgebaut werden, indem auch die Hochschule noch mehr auf das Referendariat einwirken soll. Dann soll Inklusion mit hinein. Die Ausbildungsphase soll nun allen Schulformen statt einer speziellen gerecht werden. Teamteaching soll nebenbei auch noch mit erlernt werden, Mehrsprachigkeit, Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und diskriminierungskritische Ansätze alles Zitate aus dem Antrag sollen für alle Fächer verbindlich berücksichtigt werden. Und schließlich soll auch noch die Ausbildung bezüglich digitaler Lernphasen hinzukommen. Nur dieser letzte Punkt wäre eigentlich eine sinnvolle und wichtige Maßnahme. Aber, wie Herr Fühner gerade sagte: Es steht nicht mehr Zeit zur Verfügung. All das zusammen kann deswegen nicht funktionieren. Da ist ein Scheitern vorprogrammiert. Wir erinnern uns: Ausgangspunkt war die Überlastung der Referendare, und Sie packen nun noch diesen riesigen Rucksack oben drauf und bilden sich ein, das könne funktionieren. Die Lehrerausbildung soll damit sogar noch attraktiver gemacht werden. Es ist aber völlig klar: Das ist ein frommer Wunsch und wird absehbar an der Realität scheitern. Deutschland hatte mal ein international vorbildliches Schulsystem. Sie arbeiten an der Zukunft unserer Schulen, und ich kann Ihnen sagen: Das wird eine düstere Zukunft. Vielen Dank. Vielen Dank, Herr Kollege Rykena. - Jetzt hat die Kollegin Nzume das Wort, aus der Fraktion Bündnis 90/die Grünen. Bitteschön!

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